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Eine Stunde nach der Havarie wurde die Plattform wieder stabilisiert.
Eine Stunde nach der Havarie wurde die Plattform wieder stabilisiert.(Foto: dpa)

Havarie vor norwegischer Küste: Mehr als 300 Menschen gerettet

Eine Wohn-Plattform für Öl-Arbeiter wird von einem Anker beschädigt. Daraufhin kommt es vor der norwegischen Küste zu einer Havarie. Hunderte Arbeiter, die auf der Plattform untergebracht sind, müssen in Sicherheit gebracht werden, nachdem die Bohrinsel Schlagseite bekommt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor der norwegischen Küste sind 336 Menschen von einer als Unterkunft genutzten Plattform in Sicherheit gebracht worden. Die Wohnplattform "Floatel Superior" habe Schlagseite bekommen, wie der norwegische Gas- und Ölkonzern Statoil mitteilte. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Die Evakuierten seien in die Küstenstadt Kristiansund ausgeflogen worden, sagte ein Statoil-Sprecher.

48 Mitarbeiter blieben auf der "Floatel Superior" zurück, um die Schäden einzuschätzen. Zudem sollen sie die Anlage darauf vorbereiten, von der nahen Ölplattform, die wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb ist, weggeschleppt zu werden. Die "Floatel Superior" dient als Quartier für Personal, das auf dem Njord-Ölfeld westlich von Trondheim arbeite.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Anker einen Ballasttank beschädigt und zu der Schräglage von drei bis vier Grad geführt. Zum Ausgleich sei in einen anderen Ballasttank Wasser gepumpt worden. Einar Knudsen, Sprecher des Koordinationszentrums der Rettungskräfte im südnorwegischen Stavanger, sagte, in der Region habe es heftigen Wind und bis zu zehn Meter hohe Wellen gegeben.

Im Mai 2010 war eine Bohrinsel von Statoil in der Nordsee nach einem Zwischenfall teilweise geräumt worden. Wegen einer Druckveränderung war nach Angaben des Konzerns ein Sicherheitsventil abgestellt worden, fast 90 Beschäftigte mussten in Sicherheit gebracht werden. Öl lief damals laut Statoil nicht aus.

Quelle: n-tv.de

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