Donnerstag, 18. März 2010
Japans Nationalspeise Sushi: Roter Thunfisch bleibt ungeschützt
Wissenschaftler vermessen ein Exemplar der bedrohten Art.
(Foto: dpa)
Das Vorhaben, den internationalen Handel mit dem Roten Thunfisch zu verbieten, ist gescheitert. Bei der Abstimmung auf dem Treffen der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES in Doha stimmten 68 Länder gegen den Vorschlag Monacos, den Roten Thunfisch auf die Liste der besonders bedrohten Tierarten zu setzen. 20 Länder stimmten für den Vorschlag, 30 Länder enthielten sich. Ein Vorschlag der EU, das Handelsverbot erst nach Ablauf einer Frist auszusprechen, scheiterte ebenfalls.
Das Schicksal des Roten Thunfischs - auch Blauflossen-Thunfisch genannt - war eines der wichtigsten Themen bei dem 13-tägigen Treffen der 175 CITES-Vertragsstaaten. Die Bestände des Meeresräubers sind stark überfischt. Vor allem Japan, das einen Großteil des gefangenen Roten Thunfischs aufkauft, hatte gegen das Handelsverbot mobil gemacht.
Umweltorganisationen übten heftige Kritik am Scheitern eines Handelsverbots. "Kommerzielle Interessen der Fischerei-Industrie haben wieder einmal über den Schutz der Meerestiere gesiegt", sagte Daniela Freyer von Pro Wildlife. Karoline Schacht von der Umweltschutzorganisation WWF bezeichnete das Votum in Doha als "Schande" und "Kniefall vor Wirtschaftsinteressen". "Damit bleibt der Rote Thunfisch auch in Zukunft einer entfesselten Fischerei und einem nimmersatten japanischen Sushi-Markt ausgesetzt."
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Panorama
-
Pflanzenschutz vergiftet Bauer
Monsanto schuldig gesprochen
-
Kein Fall für die Psychiatrie
Polizei lässt Messie-Frau frei
-
Geständnis vor Lütticher Gericht
Mann erschlägt Familie mit Axt
-
51 Fälle Fahren ohne Führerschein
Mann hat 357 Punkte in Flensburg
-
264.000 Euro in die eigene Tasche
Ordnungshüter muss zahlen
-
Verwirrter Mann auf Schiphol-Toilette
Terminals kurzzeitig evakuiert
-
Duisburger Loveparade-Katastrophe
Schuldfrage noch nicht geklärt
-
Osteuropa versinkt im Schnee
Warnung vor extremer Glätte
-
Pfarrer stellt Antrag
Kölner Stadtrat rehabilitiert Hexe
-
Mitten im Flug
Mann greift Piloten an
-
Besorgnis wegen Fukushima
Block 2 erhitzt sich offenbar
-
Anglizismus des Jahres gekürt
Shitstorm gibt's nicht auf Deutsch


