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Deutschland ist zu rund 60 Prozent bei inländischen Gläubigern verschuldet, 40 Prozent der deutschen Verschuldung sind Auslandsschulden.
Deutschland ist zu rund 60 Prozent bei inländischen Gläubigern verschuldet, 40 Prozent der deutschen Verschuldung sind Auslandsschulden.(Foto: picture alliance / dpa)

Wieder mehr Staatsausgaben: Deutscher Schuldenberg immer höher

2,048 Billionen Euro Schulden hat der deutsche Staat am Ende des vergangenen Jahres angehäuft. Das sind rund 3,9 Milliarden Euro mehr als drei Monate zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In der Aufteilung von Bund, Ländern und Kommunen gibt es aber Unterschiede. Der Bund ist Spitzenreiter bei den Staatlichen Schuldnern: Sein Schuldenberg beziffert sich auf 1286,6 Milliarden Euro. Das sind 0,3 Prozent oder 4,1 Milliarden Euro mehr als Ende September. Die Länder stehen mit 621,9 Milliarden Euro in der Kreide, was einem Rückgang von 0,1 Prozent oder 597 Millionen Euro entspricht.

"Der Schuldenstand entwickelte sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich", erklären die Statistiker. Während die Verbindlichkeiten in Sachsen (-4,8 Prozent) und Baden-Württemberg (-4,3 Prozent) sanken, stiegen sie in Hessen um 5,4 Prozent. Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände nahm um 0,3 Prozent oder 460 Millionen Euro auf 139,6 Milliarden Euro zu. Ein Ergebnis sticht dabei besonders hervor: Der prozentual höchste Zuwachs wurde für die bayerischen Kommunen mit 2,7 Prozent ermittelt.

Am meisten gespart wurde im Nordosten der Republik - den höchsten Rückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 7 Prozent. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Kern- und Extrahaushalte. Sie umfassen sowohl Kreditmarktschulden als auch Kassenkredite. Die Schulden der Sozialversicherung fehlen in dieser Statistik dagegen.

Quelle: n-tv.de

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