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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzt auf militärische Macht.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzt auf militärische Macht.(Foto: REUTERS)

Material für Atomwaffen: USA: Nordkorea produziert wieder Plutonium

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen zu. Nach dem Raketentest vom Wochenende berichtet der US-Geheimdienst nun von der Wiederaufnahme der Plutonium-Produktion durch Nordkorea.

Das kommunistische Nordkorea hat nach Angaben des US-Geheimdiensts die Produktion von Plutonium wieder aufgenommen. Aus dem Reaktor Yongbyon könne binnen "wenigen Wochen oder Monaten" Plutonium verfügbar sein, erklärte US-Geheimdienstkoordinator James Clapper. Das Material könnte für Atomwaffen verwendet werden. Die Uno hat wegen des nordkoreanischen Atomprogramms Wirtschafts- und Handelssanktionen gegen das Land verhängt.

Die Staatsführung Nordkoreas hatte den Reaktor Yongbyon, in dem Plutonium hergestellt wird, im Dezember 2002 enthüllt. Einige Jahre später wurde der Reaktorkomplex wieder dichtgemacht. Im Sommer 2013 zeigten aber Satellitenfotos, dass Nordkorea die Atomanlage wieder hochgefahren hatte.

Clapper schrieb nun im Jahresbericht zu weltweiten Sicherheitsbedrohungen, dass Nordkorea seinen Reaktor lange genug habe laufen lassen, um schon bald über Plutonium verfügen zu können. Zuletzt hatten ein angeblicher Wasserstoffbombentest im Januar und der Abschuss einer Langstreckenrakete Nordkoreas im Februar für internationale Empörung gesorgt.

Verhandlungen um Raketenabwehrsystem

Als Reaktion auf den nordkoreanischen Raketenstart vom Wochenende wollen die USA die Möglichkeit einer frühen Verlegung eines Raketenabwehrsystems nach Südkorea ausloten. Pentagonsprecher Peter Cook kündigte in Washington entsprechende Verhandlungen zwischen den beiden Bündnispartnern an. Es handelt sich um ein mobiles landgestütztes Abwehrsystem. Die Diskussionen dürften vor allem China und Russland beunruhigen, die solche US-Abfangraketen nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen.

Südkoreas Staatschefin Park Geun Hye und US-Präsident Barack Obama vereinbarten unterdessen in einem Telefonat, sich gemeinsam für härtere internationale Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang einzusetzen.

Südkoreas Verteidigungsministerium bestätigte, dass Nordkorea tatsächlich einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn geschossen habe - doch seien bisher keine Signale aufgefangen worden. Der US-Sender CBS berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Satellit befinde "auf einem Schlingerkurs im Orbit". Das sei das zweite Mal, dass Nordkorea vergeblich versucht habe, einen Satelliten auf eine stabile Umlaufbahn zu bringen.

Quelle: n-tv.de

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