Freitag, 06. August 2010
Künstlerdorf wird modernisiert: Worpswede soll schöner werden
Das legendäre Künstlerdorf Worpswede bei Bremen wird für neun Millionen Euro saniert. Bis Ende 2013 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Der Ort will so wieder attraktiver für Touristen und junge Künstler werden.Die Museen in dem legendären Künstlerdorf Worpswede bei Bremen werden bis Ende 2013 für neun Millionen Euro modernisiert. So sollen mehr Touristen und jüngere Künstler angezogen werden. Die Umsetzung des "Masterplans Worpswede" habe begonnen, sagte Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka bei ihrem ersten Besuch in dem Dorf. "Es sollen neue Ideen umgesetzt werden, wie dieser weltbekannte Ort lebendig bleiben kann."
Die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka (l) mit der wissenschaftlichen Leiterin der Barkenhoff-Stiftung, Beate C. Arnold, im Garten des Barkenhoff in Worpswede.
(Foto: dpa)
Die 1889 gegründete Künstlerkolonie ist bis heute eng verbunden mit den Gründern Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler und Fritz Mackensen. Von den neun Millionen Euro, die in die Restaurierung der Gebäude und Gärten fließen sollen, kommen rund sechs Millionen Euro von der EU. Zugleich wollen die Häuser enger zusammenarbeiten und haben sich zum Worpsweder Museumsverbund zusammengeschlossen. "Wir wollen gemeinsam ein übergreifendes Ausstellungskonzept realisieren", sagte die künstlerische Leiterin Sabine Schlenker.
Renoviert werden unter anderem die Große Kunstschau, das Haus im Schluh, der Barkenhoff und die Kunsthalle. Auch ein zentrales Informationszentrum soll entstehen. Die Zahl der Besucher war nach Angaben des Museumsverbundes in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Etwa 300.000 Tagesbesucher jährlich sind es derzeit, die Übernachtungen liegen bei 50.000.
Zugleich hofft Worpswede, wieder mehr junge Künstler gewinnen zu können. Der Altersdurchschnitt der rund 150 Künstler, die in Worpswede leben und arbeiten, sei relativ hoch, erklärte Bürgermeister Stefan Schwenke.
dpa
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