In der Basketball Bundesliga (BBL) fliegen zwischen Meister Brose Baskets Bamberg und Vize-Champion Alba Berlin schon vor dem Saisonstart im Oktober die Fetzen. Grund für den Streit zwischen den beiden Erzrivalen ist eine Aussage von Berlins Geschäftsführer Marco Baldi. "Für mich ist Bamberg der absolute Favorit. Die haben 50 Prozent mehr Geld für Spielergehälter zur Verfügung als wir", sagte Baldi der "Berliner Morgenpost".
Diese Äußerung kann Bambergs Meister-Manager Wolfgang Heyder nicht nachvollziehen. "Das ist große Märchenstunde. Das einzige, was stimmt ist, dass wir wieder Meister werden wollen", sagte Heyder der Nürnberger Abendzeitung: "Wir haben sicher sieben Millionen Euro Etat. Aber davon ist allein die Hälfte für Strukturkosten wie unser Nachwuchs-Programm verplant." Das Gesamtbudget der Albatrosse wird auf eine ähnliche Summe geschätzt.
Nach dem Angriff Baldis konnte sich Heyder einen Seitenhieb auf den Hauptstadtklub nicht verkneifen. "Ich weiß, was die Berliner Stars verdienen. Entweder kann Baldi nicht rechnen, oder kennt seine Verträge nicht. Am Berliner Center Torin Francis und an Kyle Weaver waren wir auch dran. Aber die beiden waren für uns einfach zu teuer", sagte Heyder, der mit den Franken in den letzten beiden Jahren das Double gewinnen konnte.
