Sonntag, 10. August 2008
Polizei erschießt Angreifer: Erneuter Anschlag in Xinjiang
Sechs Tage nach dem blutigen Angriff auf Polizisten ist die nordwestchinesische Provinz Xinjiang erneut von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Mehrere Angreifer hätten von einem Taxi aus Sprengsätze gegen ein Kommissariat der Stadt Kuqa sowie gegen mehrere Bürogebäude geschleudert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zwei Polizisten und ein Wachmann seien verletzt, fünf der Angreifer erschossen worden.
Am Montag, vier Tage vor Beginn der Olympischen Spiele, hatten mutmaßliche muslimische Rebellen in der Stadt Kashgar eine Gruppe joggender Polizisten mit Messern und Sprengsätzen angegriffen und dabei 16 Beamte getötet. Die Behörden machte die uigurische Rebellengruppe Islamische Bewegung Ostturkestan für die Tat verantwortlich. Diese kämpft in Xinjiang für die Gründung eines eigenständigen Staats. Die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen in der Provinz wurden deutlich verschärft.
In Xinjiang leben mehrheitlich muslimische Uiguren. Viele von ihnen klagen über jahrzehntelange Unterdrückung durch die Kommunisten in Peking. Ende Juli drohten uigurische Rebellen mit Angriffen während der Olympischen Spiele.
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