"Formula E"

FIA elektrisiert den Rennsport

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Alle reden über Elektromobilität. Jetzt springt auch der Motorsport auf das Thema auf. (Foto: dpa)
16.04.2012 | 13:47 Uhr
Der Motorsportverband FIA will eine neue Rennserie starten, bei der nur Elektroautos fahren dürfen. Damit sollen neue Zuschauer gewonnen und die Entwicklung von batteriebetriebenen Autos gefördert werden. Schon in diesem Jahr soll es losgehen.

Die bekommt elektrische Konkurrenz. Der internationale Automobilverband FIA will noch in diesem Jahr mit einer neuen Rennserie starten, bei der nur Elektroautos zugelassen sind. Die Rennen sollen jüngere Zuschauer erreichen, als dies in der Formel 1 der Fall ist, sagte der Leiter der Electrical New Energy Championship Commission, Prof. Burkhard Göschel dem Fachblatt Automobil Produktion. Außerdem soll der Motorsport mit der neuen Disziplin ein nachhaltigeres Image bekommen. Die Rennteams sollen von Unternehmen aus dem Automobilbau und aus der nachhaltigen Energieerzeugung kommen.

Einzige Richtlinie der E-Fahrzeug-Rennserie ist das festgelegte Batteriegewicht sowie das Fahrzeug-Gesamtgewicht. Ansonsten lässt Göschel den Teams und den Zulieferern große Spielräume: "Dieser Ansatz wurde bewusst gewählt, um die Technologie der Elektromobilität voranzutreiben." Die Wettbewerbe werden sich stark von Formel-1-Rennen unterscheiden: Die Autos werden unterschiedlicher aussehen, ein Renndurchgang soll nur zwischen 15 und 20 Minuten dauern und ein K.O.-Verfahren soll den Sport spannender machen.

Ende dieses Jahres soll es eine erste Demonstrations-Veranstaltung geben. Wo diese stattfindet, steht noch nicht fest. In 2013 werden die ersten richtigen Rennen gefahren und für 2014 ist die erste Meisterschaftssaison geplant. Ausgetragen werden sollen die Rennen in der Nähe großer Städte oder sogar in den Innenstädten selbst. So sollen auch solche Zuschauer angelockt werden, die einem klassischen Rennwochenende nicht viel abgewinnen können. Damit wird die neue Serie schon akustisch nicht viel zu tun haben. Das Geräusch der Autos ist nämlich natürlicherweise kaum zu hören. Ganz ohne Krach soll es aber nicht laufen: Die Hersteller dürfen ihren Fahrzeugen künstlich einen Sound verpassen – vielleicht sogar mit Musik statt Motorengeräusch.

Verwendete Quellen: ntv.de, che