
Der neue Formel-1-Rennstall USF1 hat den Argentinier José Maria Lopez als ersten Stammpiloten für die in zwei Monaten beginnende Saison verpflichtet. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner höchstpersönlich verkündete das Formel-1-Engagement des 26-Jährigen. Die argentinische Regierung sei sehr glücklich. "Wir wünschen Jose Maria und dem Team das Beste für die Saison 2010", hatte sie am Montag am Regierungssitz Casa Rosada in Buenos Aires gesagt. "Das ist ein denkwürdiger Tag für mich, meine Familie und die Menschen in Argentinien", meinte Lopez.
Der 26 Jahre alte ehemalige Renault-Testpilot wird der 24. Argentinier in der Formel 1 sein. Der bislang letzte Fahrer aus dem motorsportbegeisterten Land war Gastón Mazzacane beim Großen Preis von San Marino 2001, der unbestritten berühmteste Juan Manuel Fangio, fünfmaliger Weltmeister.

Natürlich stelle ein neues Team viele Herausforderungen dar, aber "unser Ziel ist es, uns mit jedem Rennen zu verbessern", meinte Lopez. Spekulationen zufolge bringt der Argentinier einige Millionen an Sponsorengeldern mit. Schon vor der Bestätigung seines Engagements war berichtet worden, dass das Tourismus-Büro Argentiniens als Geldgeber fungiere.
Neuling mit Finanzsorgen
Inwieweit die Regierung tatsächlich involviert ist, gaben weder die Präsidentin noch die Teamleitung des US-Rennstalls bekannt. Zuletzt hatte auch Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone eingeräumt, dass USF1 zu zwei Teams zähle, die möglicherweise nicht wie geplant beim ersten Rennen am 14. März in Bahrain am Start stehen könnten - aus finanziellen Gründen.
Erfreut stellte derweil die Leitung des neuen Rennstalls fest, dass man lange das Ziel gehabt hatte, Lopez zu verpflichten. Der Tourenwagenpilot absolvierte nach Teamangaben mehr als 6000 Kilometer in einem Formel-1-Wagen. "Mit Jose Maria Lopez haben wir uns weiter positioniert für eine erfolgreiche Debütsaison 2010", meinte Teamchef Ken Anderson.


