Dienstag, 15. Mai 2007
Da war nichts: Landis ganz unschuldig
Tour-de-France-Sieger Floyd Landis hat zu Beginn seiner Anhörung vor der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA sämtliche gegen ihn erhobenen Dopingvorwürfe abgestritten. Zudem bezeichnete der Verteidiger des US-Rad-Profis, Maurice Suh, die Anklage in Malibu bei Los Angeles als "komplettes Desaster für die Anti-Doping-Bewegung". Dem 31-jährigen Landis droht wegen Testosteron-Dopings die Aberkennung seines im vergangenen Jahr errungenen Tour-de-France-Sieges und eine zweijährige Sperre.
Auf Anordnung der USADA waren unlängst sieben Proben, die bei der Tour noch negativ getestet worden waren, nachträglich mit exakteren Methoden untersucht und als positiv identifiziert worden. Es gebe keine natürliche Erklärung für den hohen Testosteronwert, der nach der 17. Etappe bei Landis festgestellt wurde, betonte USADA-Anwalt Richard Young am Montag. Landis bestreitet jedoch, gedopt zu haben und macht Laborfehler für die Befunde verantwortlich.
Landis wäre in der 104-jährigen Geschichte der Tour de France der erste Gewinner, dessen Titel nachträglich wegen Dopings aberkannt würde. Für die Anhörung an der Pepperdine-University sind neun weitere Tage eingeplant. Bis kommenden Mittwoch sollen unter anderem noch mindestens ein Dutzend Wissenschaftler gehört werden.
Dem Tour-Sieger von 1904, Maurice Garin, war der Sieg nachträglich aberkannt worden, weil er einen Teil der Strecke per Eisenbahn zurückgelegt hatte.
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