
Sabine Lisicki konnte kaum aufhören zu weinen, als sie vom schmerzhaften Sturz auf ihr rechtes Handgelenk in Paris berichtete. Das Pech der Wimbledon-Finalistin stellte das Glück von Angelique Kerber und Mona Barthel über den Drittrunden-Einzug bei den French Open in den Schatten. Selbst das sensationelle Aus der Titelverteidigerin Serena Williams trat aus deutscher Sicht in den Hintergrund.
Lisicki rutschte im deutschen Vergleich gegen Barthel beim Stand von 0:1 und 15:15 nach einer Vorhand weg. "Ich bin hängengeblieben, mit dem Handgelenk auf den Beton gefallen und mit dem Körper oben drauf", schilderte Lisicki die Szene auf Platz 3, wo tags zuvor schon Tommy Haas wegen seiner schmerzenden Schulter aufgegeben hatte. Das Gelenk wurde mit einem Tapeverband umwickelt, danach versuchte es Lisicki wieder - vergeblich.
"Die ganze Hand, das Handgelenk tun unglaublich weh", klagte sie und hielt einen dicken Eisbeutel auf das Gelenk. "Ich konnte keine einzige Vorhand und keinen Aufschlag schlagen. Ich wollte so sehr, aber ich konnte den Schläger nicht halten." Beim Stand von 1:6, 0:3 und 30:30 war schließlich Schluss.
Barthel steht nun erstmals unter den letzten 32 von Paris, fühlte trotz der Freude darüber aber mit Lisicki: "Es war natürlich ein Schock, dass sie hingefallen ist. Das tut einem schon im Herzen weh, wenn man so etwas sieht", sagte die Neumünsteranerin. Nächste Kontrahentin ist Pauline Parmentier aus Frankreich oder Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan.



