Dienstag, 07. September 2010
US Open: Federer und Wozniacki weiter: Petkovic scheitern an den Nerven
Da steht sie zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers – und dann ist die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic schlicht und ergreifend nervös. Zu nervös. In zwei Sätzen verliert sie bei den US Open ihr Spiel gegen die Russin Wera Swonarewa.
Etwas mehr als eine Stunde: Dann war Andrea Petkovic raus.
(Foto: dpa)
Roger Federer und Caroline Wozniacki stehen bei den US Open in New York erwartungsgemäß im Viertelfinale, Andrea Petkovic hingegen muss die Heimreise antreten. Während der fünfmalige US Open-Champion aus der Schweiz das Alpenduell gegen den Österreicher Jürgen Melzer mit 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 für sich entschied und die Topgesetzte Dänin Wozniacki das Spitzenspiel gegen die Russin Maria Scharapowa gewann (6:3, 6:4), stand die letzte verbliebene Deutsche auf völlig verlorenem Boden.
In ihrem ersten Achtelfinal-Match ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier spielten die Nerven Petkovic einen Streich. Die Darmstädterin hatte bei ihrer Flutlicht-Premiere auf dem Centre Court mit 1:6, 2:6 in nur 67 Minuten gegen die russiche Wimbledon- Finalistin Wera Swonarewa nicht den Hauch einer Chance. "Ich war definitiv nervös. Aber ich sehe es als große Erfahrung an. Heute war es ein Rückschlag, aber manchmal läuft's so, man macht zwei Schritte nach vorn, einen zurück und dann wieder drei nach vorn", meinte Petkovic.
Als es zu spät ist, kommt sie ins Spiel
Die 22-Jährige verlor gleich ihre ersten beiden Aufschlagspiele und lag schnell mit 0:4 zurück. Vor 15.000 Zuschauern im riesigen Arthur Ashe-Stadium kam Deutschlands Nummer eins gegen die Siebte der Setzliste erst spät im zweiten Satz ins Spiel, war da jedoch bereits aussichtslos mit 0:5 hinten. Anschließend brachte Petkovic ihr Service durch und konnte Swonarewa einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag sogar den Aufschlag abnehmen und auf 2:5 verkürzen.
"Gegen eine schlechtere Spielerin komme ich vielleicht noch einmal ran, aber sie hat ein solides, gutes Match gespielt, wenig Fehler gemacht und es mir nicht mehr erlaubt, ranzukommen", sagte Petkovic. Als Einzige der 16 gestarteten deutschen Profis hatte sie die zweite Turnierwoche beim mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Event erreicht und konnte sich letztlich mit einem Preisgeld von 100.000 Dollar trösten.
Djokovic locker ins Viertelfinale
Novak Djokovic steht indes zum vierten Mal nacheinander im Viertelfinale. Der Weltranglisten-Dritte aus Serbien setzte sich locker mit 6:3, 6:4, 6:1 gegen den an Nummer 19 gesetzten US- Amerikaner Mardy Fish durch. Djokovic spielt jetzt gegen Gael Monfils, der das französische Duell gegen Richard Gasquet mit 6:4, 7:5, 7:5 gewann. Zudem erreichte Robin Söderling die Runde der Besten Acht. Der schwedische French Open-Finalist der vergangenen beiden Jahre schaltete mit Albert Montanes (4:6, 6:3, 6:2, 6:3) einen von sechs Spaniern im Achtelfinale aus und trifft auf Federer.
Die große Überraschung im Frauen-Feld ist Dominika Cibulkova. Die Slowakin beendete mit einem 7:5, 7:6 (7:4)-Sieg die Titelträume von 2004-Champion Swetlana Kusnezowa (Russland). Cibulkova steht im Viertelfinale Wozniacki gegenüber. Zudem trifft Swonarewa auf die Estin Kaia Kanepi.
dpa
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