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Die Rallye Dakar führt die Fahrer an der siebten Etappe durch die Salzwüste Uyuni.
Die Rallye Dakar führt die Fahrer an der siebten Etappe durch die Salzwüste Uyuni.(Foto: REUTERS)

Rallye geht unbeirrt weiter: Tote bleiben schrecklicher Dakar-Alltag

Auch das 67. Todesopfer kann die Rallye Dakar nicht stoppen: Die Hatz wird fortgesetzt. Für die Fahrer scheinen Unfälle mit Todesfolge schreckliche Normalität. Seit ihrem Debüt in Südamerika kostet die Dakar jedes Jahr mindestens ein Menschenleben.

Das erste Todesopfer bei der Rallye Dakar 2016 nahmen die Starter des lebensgefährlichen Rennens als schreckliche Normalität hin. Den Ruhetag nutzte das Teilnehmerfeld ungeachtet der Ereignisse des Vortags, als ein 63-Jähriger am Streckenrand vom Auto des Franzosen Lionel Baud erfasst worden war, zur Vorbereitung auf die zweite Hälfte des umstrittenen Offroad-Abenteuers.

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Wie auch nach dem schweren Unfall mit zwölf Verletzten beim Prolog eine Woche zuvor nimmt die Hatz durch Argentinien und Bolivien weiter unbeirrt ihren Lauf. Rund 70 Tote zählt die Dakar in ihrer knapp 40-jährigen Geschichte bereits. Immer wieder waren auch Fans, die dicht am Streckenrand den waghalsigen Piloten zujubelten, betroffen.

Am Vortag verlor Mitsubishi-Pilot Baud auf der siebten Etappe von der Salzwüste von Uyuni bis zum nordargentinischen Salta bei Kilometer 82 die Kontrolle über seinen Rennwagen und konnte einem Fan aus Bolivien nicht mehr ausweichen. "Die Mediziner konnten leider nur noch den Tod der verletzten Person feststellen", teilten die Organisatoren mit. Ermittler der Polizei sollen nun die Gründe für den Unfall untersuchen.

Schon der Dakar-Auftakt war von erschütternden Szenen überschattet worden, als die Chinesin Guo Meiling aus dem hessischen X-Raid-Team mit ihrem Mini Cooper in eine Zuschauergruppe gefahren war. Einer der Verletzten soll noch immer in einem kritischen Zustand sein.

Gefährliche Wetterbedingungen

Negativschlagzeilen begleiten die Dakar damit auch bei ihrer 38. Auflage. Seit das Rennen 2009 nach Südamerika wechselte, kam in jedem Jahr mindestens ein Mensch während der Dakar ums Leben. Im Vorjahr wurde der polnische Motorradfahrer Michal Hernik in Argentinien auf der Etappe von San Juan nach Chilecito tot aufgefunden. Die Gefahren auf der Strecke durch Wüsten und Hochland wachsen in diesem Jahr noch durch schlechtes Wetter.

Nach der Absage der ersten Etappe musste auch das siebte Teilstück wegen schwerer Gewitter unterbrochen werden. Für die Motorradfahrer ging es danach gar nicht mehr weiter.

Quelle: n-tv.de

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