Donnerstag, 07. Juni 2007
Symbolische Geste: Tour streicht Riis aus Siegerliste
Die Tour de France hat Bjarne Riis nach seinem Doping-Geständnis aus ihrer Siegerliste gestrichen. Der Däne hatte die Frankreich-Rundfahrt 1996 vor seinem damaligen Telekom- Mannschaftskollegen Jan Ullrich gewonnen, zuletzt aber unter anderem den Missbrauch des Blutdopingmittels EPO zugegeben.
Tour-Sprecher Philippe Sudres betonte in Paris allerdings, die endgültige Entscheidung, ob Riis nicht mehr als Sieger geführt werde, liege beim Rad-Weltverband UCI.
Die UCI hatte Riis bisher lediglich zur Rückgabe seines Gelben Trikots aufgefordert. Da sein Doping-Vergehen verjährt ist, kann ihm der Titel nicht mehr aberkannt werden.
Aus Kanon gestrichen
Nach seiner Dopingbeichte war Riis bereits von der Liste der zehn größten Sportler Dänemarks gestrichen worden. Else Trangbaek, Präsidentin der für die Auswahl zuständigen Kommission, verteidigte diesen Schritt.
"Bjarne Riis hat Doping gestanden. Deshalb müssen wir konsequenterweise davon ausgehen, dass sein Tour-Sieg 1996 durch Betrug zustande gekommen ist. Aus diesem Grund kann er nicht mehr zu unseren besten Sportlern gezählt werden", sagte Trangbaek dem Sender Danmarks Radio.
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