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Sport
(Foto: imago/UPI Photo)
Montag, 25. September 2017

"Respekt für unser Land": Trump legt im Hymnenstreit mit NFL nach

Nein, mit Rassismus habe das nichts zu tun - sagt US-Präsident Donald Trump und befeuert weiter den Streit mit der Football-Liga. Etwas 200 Spieler knien am Wochenende beim Abspielen der Hymne nieder - gegen Polizeigewalt und gegen soziale Ungerechtigkeit.

Unbeeindruckt von einer Welle der Kritik setzt US-Präsident Donald Trump seinen Streit mit der National Football League fort. Auf Twitter wiederholte Trump die Behauptung, seine Kritik an knieenden Footballspielern habe nichts mit Rassismus zu tun. Es gehe um "Respekt für unser Land, die Flagge und die Nationalhymne. Die NFL muss das respektieren!" Außerdem pries Trump den Motorsportverband Nascar, denn dieser würde knieende Sportler niemals dulden.

Am Sonntag knieten knapp 200 NFL-Spieler in 14 Spielstätten beim Abspielen der US-Hymne oder blieben auf der Bank sitzen. Drei Teams kamen erst nach der Hymne aus ihren Kabinen. Ein Großteil der Spieler zeigte sich als geschlossene Einheit an den Seitenlinien. Vor einer Woche hatten sich nur sechs NFL-Spieler an den Protesten beteiligt.

Trump twitterte außerdem, viele Zuschauer hätten die knieenden Spieler am Sonntag ausgebuht: "Das sind Fans, die Respekt für unsere Flagge fordern!" In allen US-Medien war das Thema am Montag eines der größten. Auf Twitter gab es unter dem Hashtag #StandForOurAnthem ("Steht zu unserer Hymne") eine breite Debatte. Am Freitag und am Wochenende hatte Trump in einer Rede und in einer Serie von Tweets NFL-Teambesitzer aufgefordert, Spieler zu feuern, die während der Nationalhymne nicht stehen.

Das hatte über die Liga hinaus Empörung unter prominenten Profisportlern, Trainern und Eignern ausgelöst. Am Montag sagte Superstar Tom Brady von den New England Patriots: "Auf keinen Fall stimme ich damit überein, was er (Trump) gesagt hat. Ich dachte, es war einfach spaltend." Die Aktionen begannen 2016 als Symbol gegen Polizeigewalt und gegen soziale Ungerechtigkeit.

Quelle: n-tv.de

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