Formel-1-Pilot Pierre Gasly und sein Alpine-Team haben am Grünen Tisch den Podestplatz beim Grand Prix von Monaco erstritten. Die FIA nahm die beiden Zeitstrafen gegen den Franzosen nach einem Einspruch des Rennstalls zurück. Das teilte der Weltverband FIA fünf Tage nach dem Rennen mit. Gasly wird damit als Dritter hinter Kimi Antonelli (Mercedes) und Lewis Hamilton (Ferrari) gewertet, in dieser Reihenfolge waren die Fahrer auch ins Ziel gekommen.
"Wir danken der FIA und der Formel 1 für die Transparenz und die Kooperation während des Verfahrens", teilte Alpine mit. Für den Rennstall um Teamchef Flavio Briatore und auch für Gasly selbst ist es der erste Podestplatz seit November 2024. Red-Bull-Pilot Isack Hadjar dagegen verliert das zweite Podium seiner Karriere.
Wie Antonelli fährt, "nervt Gegner natürlich unglaublich"

Die Rennkommissare hatten Gasly ursprünglich für zu schnelles Fahren in der Boxengasse bestraft, er war allerdings nicht der Einzige: Bei insgesamt fünf Fahrern wurde dieses Vergehen im Fürstentum festgestellt, in fast allen Fällen lagen sie 0,1 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit von 60 km/h. Der Franzose reagierte bitter enttäuscht auf den Schuldspruch: "Ehrlich gesagt bin ich einfach am Boden zerstört. Ich habe keine Worte, ich habe zu viele Emotionen zu verarbeiten und kann einfach nicht begreifen, was passiert ist, und es fühlt sich einfach nicht fair an", klagte der 30-Jährige.
"Es werden zweifellos Fragen bleiben"
Die FIA räumte nun Messfehler ein und nahm die Strafen gegen Gasly zurück. Das war in seinem Fall recht einfach möglich, da die Sanktionen erst nach dem Rennen verhängt und dadurch schlicht auf das Rennergebnis addiert wurden. Andere Piloten hatten ihre Strafen bereits während des Rennens verbüßt, diese Teams hatten dadurch nicht die gleichen Möglichkeiten zum Einspruch wie Alpine. Ein Problem, welches auch die FIA in ihrem Urteil einräumt.
Für einige Piloten seien durch die Entscheidungen "bedauerlicherweise die Rennstrategien und damit ihr Rennergebnis beeinträchtigt" worden: "Es werden zweifellos Fragen bleiben, ob diese Verstöße tatsächlich vorlagen." Es gebe aber "keine Regel, die den Sportkommissaren die Befugnis gibt, eine bereits verbüßte Strafe rückgängig zu machen." Es habe allerdings auch kein anderes Team einen solchen Antrag gestellt. Das neue Ergebnis gelte nun vorbehaltlich weiterer etwaiger Rechtsmittel.
Für Gasly steht damit vorerst der sechste Podestplatz seiner Karriere. In der Fahrerwertung springt er von Rang zehn auf Rang acht, Alpine festigt in der Teamwertung den fünften Platz.




