Ein möglicher Spionagevorfall sorgt beim WM-Teilnehmer Südkorea für Aufregung. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll das nicht öffentliche Training des Teams in Zapopan vor dem wichtigen zweiten WM-Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko mithilfe einer Drohne ausgekundschaftet worden sein.
Die Drohne sei am Dienstag zu Beginn des Trainings gesichtet worden, als sich die Spieler um ihren Star Heung-Min Son in Zapopan aufwärmten. Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht.
Polizei ermittelt, FIFA ist informiert
Den Berichten zufolge konnten die mutmaßlichen Täter die Drohne wieder einsammeln und fliehen. Der Fußballverband Südkoreas bezog Stellung und informierte den Weltverband. "Das der Nationalmannschaft zugewiesene FIFA-Sicherheitspersonal hat umgehend eine Untersuchung durch die mexikanische Polizei beantragt. Auch die örtliche Polizei hat beschlossen, unverzüglich Ermittlungen einzuleiten", teilte ein Sprecher des Verbandes mit. "Wir haben zudem umgehend die FIFA informiert und ein Ersuchen um Zusammenarbeit gestellt, um eine Wiederholung zu verhindern."
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Der Sprecher erklärte weiter: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht feststellen, ob jemand versuchte, die Stärke unseres Teams einzuschätzen, ob es sich um ein ausländisches Medienunternehmen oder um einen Passanten handelte." Sowohl die örtliche Polizei als auch die FIFA hätten ihre Absicht bekundet, "die Einzelheiten des Vorfalls aufzuklären".
Südkorea war mit einem 2:1 gegen Tschechien in die WM gestartet und trifft nun im Spitzenspiel der Gruppe A am Freitag (3.00 Uhr, MagentaTV und ntv.de-Liveticker) in Guadalajara auf Mexiko. Der Co-Gastgeber der WM hatte zuvor sein Auftaktspiel mit 2:0 gegen Südafrika gewonnen.



