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Marokko wollte kein Gastgeberland für den Afrika-Cup sein, jetzt ist das Land komplett disqualifiziert (im Bild: Nigeria feiert den Sieg 2013).
Marokko wollte kein Gastgeberland für den Afrika-Cup sein, jetzt ist das Land komplett disqualifiziert (im Bild: Nigeria feiert den Sieg 2013).(Foto: AP)

Angst vor Ebola: Afrika-Cup findet nicht in Marokko statt

Wegen der Ebola-Epidemie will Marokko den Afrika-Cup nicht austragen - nun entzieht der afrikanische Fußballverband dem Verband nicht nur das Turnier, sondern bestraft auch die Nationalelf. Angeblich stehen andere Länder bereit.

Marokko ist die Gastgeber-Rolle für den Afrika-Cup 2015 entzogen und die Nationalmannschaft vom Turnier ausgeschlossen werden. Das teilte der afrikanische Fußballverband Caf auf seiner Homepage mit. Marokko hatte zuvor wegen der Ebola-Epidemie in einigen afrikanischen Ländern auf eine Verlegung des Afrika-Cups um ein Jahr gedrängt.

Laut der Caf-Mitteilung seien bereits einige andere Länder an der Ausrichtung des Turniers vom 17. Januar bis 8. Februar interessiert. Die Caf wolle die entsprechenden Bewerbungen nun prüfen und anschließend eine Entscheidung treffen.

Angola heißer Kandidat

Das Sportministerium Marokkos hatte den Ebola-Virus in einer Stellungnahme als "höhere Gewalt" bezeichnet, deren Auswirkungen auf das Turnier "katastrophal" sein könnten. Das hatte die Caf stets bestritten und sich auf Beratungen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO bezogen.

Laut Caf habe die WHO die Absage von Massenveranstaltungen nur in unmittelbar betroffenen Ländern wie Guinea, Sierra Leone und Liberia empfohlen. Nach Angaben der ägyptischen Staatszeitung "Al-Ahram" seien Angola, Nigeria und Gabun die möglichen neuen Austragungsorte, nachdem zuvor bereits Ghana und Südafrika abgelehnt hatten, das Turnier kurzfristig zu übernehmen. Angola hatte erst 2010 den Afrika-Cup ausgetragen und gilt als aussichtsreichster Kandidat.

Quelle: n-tv.de

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