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Jubel nach dem Elfmeterschießen: Basels Spieler nach dem Sieg gegen Tottenham.
Jubel nach dem Elfmeterschießen: Basels Spieler nach dem Sieg gegen Tottenham.(Foto: dpa)

Halbfinale der Fußball-Europaliga: Basel fordert den FC Chelsea

Im Halbfinale der Fußball-Europaliga bekommt es Portugals Rekordchampion Benfica Lissabon mit dem türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul zu tun. Champions-League-Sieger Chelsea will gegen den Schweizer Titelträger Basel die Ehre der Briten retten.

Champions-League-Sieger FC Chelsea trifft im Halbfinale der Fußball-Europaliga auf den Schweizer Meister FC Basel, zudem bekommt es der portugiesicher Rekordchampion Benfica Lissabon mit dem türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul zu tun. Das ergab die Auslosung in Nyon. Die Halbfinal-Hinspiele finden am 25. April statt, die  Rückspiele steigen am 2. Mai. Das Finale wird am 15. Mai in Amsterdam ausgetragen.

Das Überraschungsteam aus Basel hatte sich zuvor mit einem 4:1 im Elfmeterschießen den Rückspiel-Sieg und gegen Tottenham Hotspur gesichert und war erstmals in der Vereinsgeschichte in ein Europapokal-Halbfinale eingezogen. Dies war zuletzt einem Schweizer Verein vor 35 Jahren gelungen.

Mit Selbstbewusstsein gegen Chelsea

"120 Jahre und noch nie im Halbfinale. Es ist eine unglaubliche Geschichte", fasste der ehemalige Kölner und Stuttgarter Stürmer Marco Streller den Triumph zusammen. Sein ebenfalls bundesligaerfahrener Mitspieler Philipp Degen gab sich dagegen selbstbewusst: "Jetzt haben wir den Anspruch, ins Finale zu kommen und den Pott zu gewinnen. Alles andere wäre fehl am Platz." Selbstbewusstsein, das harte Arbeit war. Denn es ist lange her, dass sich die Schweiz zuletzt über einen heimischen Verein unter den besten Vier eines europäischen Wettbewerbs freuen durfte. 1978 schlugen die Grashoppers Zürich im Viertelfinale des Uefa-Cups Eintracht Frankfurt, um eine Runde später gegen den SEC Bastia auszuscheiden - danach fanden die entscheidenden Spiele um internationale Titel 35 Jahre lang ohne SchweizerBeteiligung statt.

Dass der FC Basel ausgerechnet in dieser Saison erstmals den Durchbruch schafft, kommt überraschend. Zwar standen die Rot-Blauen aus dem Dreiländereck bereits im vergangenen Jahr im Achtelfinale der Champions League, nach den überzeugenden Auftritten in der  europäischen Königsklasse - unter anderem wurde Englands Rekordmeister Manchester United in der Gruppenphase ausgeschaltet - begann der Ausverkauf. Granit Xhaka zog es nach Mönchengladbach, Xherdan Shaqiri schloss sich Bayern München an, Verteidiger David Abraham landete über den Umweg Getafe in Hoffenheim. Es folgten ein schwacher Start und nach dem Trainerwechsel unter dem ehemaligen Bundesligaprofi Murat Yakin eine starke Wende - die nur für einen zu  spät kommt: Stürmer Alex Frei wird die Krönung seiner Karriere verwehrt bleiben, der ehemalige Dortmunder wechselt am kommenden Montag als Sportdirektor zum Ligakonkurrenten FC Luzern.

Für die unterlegenen Briten aus London blieb da nur Häme. "Ich habe zum Golf umgeschaltet - und Adebayors Ball ist auf dem 13. Grün gelandet. Er hat sicher auch den Putt vermasselt", twitterte Fußball-Legende Gary Lineker nach dem aufreizend lässig verschossenen Elfmeter des togoischen Stürmers. Die verlorene Ehre muss jetzt der FC Chelsea retten, der letzte verbliebene britische Verein in Europa. Die sollten ihren möglichen Sieg gegen Basel und in einem eventuellen Finale gegen Fenerbahce Istanbul oder Benfica Lissabon  allerdings spätestens in der Verlängerung einfahren. Elfmeterschießen liegt den Vereinen von der Insel nicht - erkannte  auch Tottenhams Lewis Holtby nach nur zehn Wochen bei den Spurs:  "Das", sagte der Deutsch-Brite, "war typisch englisch."

Quelle: n-tv.de

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