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Donnerstag, 22. Juni 2017

Regionalliga Südwest: Chinas U20 spielt künftig in Deutschland

Es klingt wie ein kurioser Plan: Die chinesische U20-Nationalmannschaft soll künftig in der deutschen Regionalliga Südwest Fußball spielen. Der Vertrag sei ausgehandelt, aber noch nicht unterschrieben, heißt es. Es geht um Olympia - und um Geld.

Die U20-Fußballnationalmannschaft Chinas spielt offenbar künftig komplett in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe einen entsprechenden Vertrag mit China aufgesetzt, der aber noch nicht unterschrieben ist. Das berichtete die "Bild"-Zeitung.

Demnach soll das Nachwuchsteam aus dem Reich der Mitte in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest antreten. Das Team werde nicht offiziell in der Tabelle geführt, aber trotzdem fest im Spielplan verankert sein. Die 19 Mannschaften in der Südwest-Staffel haben zweimal pro Saison spielfrei, an diesen Tagen soll vor heimischem Publikum gegen China gespielt werden.

"Alle 19 Klubs der Liga haben ihre Zustimmung signalisiert, dass die Chinesen mitspielen", sagte der Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, Felix Wiedemann der "Bild": "Ich sehe deshalb das Projekt auf einem sehr gutem Weg."

Für die zwei Spiele erhalten die Regionalligisten offenbar jeweils 15.000 Euro. Die chinesische U20-Auswahl, die ihr Quartier wohl in der Nähe von Heidelberg bezieht, soll durch die Kooperation auf die Olympischen Spiele 2020 in der japanischen Hauptstadt Tokio vorbereitet werden.

Bereits Ende November vergangenen Jahres hatten der DFB, die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Vertreter der deutschen und der chinesischen Regierung im Bundeskanzleramt in Berlin eine weitreichende Vereinbarung beider Länder zur Zusammenarbeit im Fußball für zunächst fünf Jahre unterzeichnet.

Schon seit vielen Jahren unterstützt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Entwicklung im bevölkerungsreichsten Land der Erde, in dem es bei 1,3 Milliarden Menschen gerade einmal rund 10 000 aktive Kicker gibt. Es mangelt an Fußballplätzen, Nachwuchsligen gibt es überhaupt nicht.

Quelle: n-tv.de

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