Bayer, VfB und BVB in der Europaliga

Deutsches Trio in Pole-Position

26.08.2010 | 14:06 Uhr
Auszeit für Ballack, Verzicht auf Hajnal und Tasci - vor den Rückspielen der Europaliga-Qualifikation stehen in Leverkusen, Dortmund und Stuttgart Personalfragen im Mittelpunkt. Dessen ungeachtet gehen die Vereine aus der Pole-Position ins Rennen um die Plätze in der Gruppenphase.
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Er bleibt zu Hause: Michael Ballack soll lieber trainieren. (Foto: dpa)

Drei Teams sind bereits am Ziel, drei weitere auf dem Sprung. Im Kampf um einen zusätzlichen Platz in der Champions League kann Fußball-Deutschland auf weitere Fortschritte hoffen. Nach dem Happy End der Bremer, die als Gewinner des Dramas von Genua neben den Bayern und Schalkern der Auslosung in der Königsklasse entgegenfiebern, wollen Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart den Sprung in die Gruppenphase der Europliga schaffen.

Alle drei Bundesligisten gehen aus nahezu idealer Ausgangslage in die Qualifikations-Rückspiele. Mit einem Bundesliga-Sextett ließe sich sogar Rang zwei in der UEFA-Fünfjahreswertung, mit deren Hilfe die internationalen Plätze vergeben werden, in Angriff nehmen. Im Vorfeld der entscheidenden Partien sorgten Personalfragen für die Schlagzeilen.

Heynckes verzichtet auf Ballack

Besonders intensiv wurde über die Maßnahme von Trainer Jupp Heynckes diskutiert, im Spiel der Bayer-Elf beim ukrainischen Pokalsieger Tawrija Simferopol heute ab 20 Uhr auf Michael Ballack zu verzichten. Denn der noch formschwache Neuzugang hatte unlängst seinen Wunsch auf möglichst viel Spielpraxis zur Verbesserung seiner Nominierungschancen für die DFB-Elf geäußert. Doch auch Bundestrainer Joachim Löw wird wohl auf ihn verzichten.

"Es tut ihm gut, wenn er regeneriert. Er soll neue Trainingsreize setzen, damit er am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach noch fitter wird", kommentierte Heynckes seine überraschende Maßnahme. Der 3:0-Erfolg im Hinspiel erleichterte dem Fußball-Lehrer die Entscheidung. Doch die Chancen für Ballack, an diesem Freitag zum Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele des WM-Dritten gegen Belgien und Aserbaidschan zu gehören, dürften damit gesunken sein.

Weitere News

Tawrija Simferopol - Bayer Leverkusen, 20 Uhr

Simferopol: Postranski - Idahor, Monachow, Markovic, Matjasch - Gumenjuk, Kowpak, Ljubenovic, Schynder - Galjusa, Leandro

Leverkusen: Adler - Schwaab (Castro), Friedrich, Reinartz, Kadlec - Vidal, Bender - Renato Augusto, Barnetta (Sam) - Kaplan – Derdiyok

Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor (Rumänien)

Klopp sortiert Hajnal aus

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Wir sollten Tamas die Chance geben, den Markt zu sondieren" (Foto: DAPD)

Ähnlich wie beim Abflug der Leverkusener fehlte auch beim Reisestart der Dortmunder ins ferne Baku ein namhafter Profi. Die weiteste Europacup-Anfahrt der Klubgeschichte trat der Revierclub ohne Tamas Hajnal an. "Es ist klar, dass die Zeichen auf Trennung stehen. Wir sollten Tamas die Chance geben, den Markt zu sondieren", kommentierte BVB-Coach Jürgen Klopp die jüngsten Spekulationen um die Zukunft des Ungarn.

Ein Wechsel des wegen seines Reservistendaseins gefrusteten und zuletzt mit Hannover in Verbindung gebrachten Regisseurs scheint damit ausgemachte Sache zu sein. Die Nebengeräusche um Hajnal sollen die Konzentration auf die Partie heute ab 18 Uhr bei Qarabag Agdam jedoch nicht stören. Trotz des Vier-Tore-Polsters nehmen die Borussen das Duell mit dem krassen Außenseiter aus Aserbaidschan nicht auf die leichte Schulter. "Wir wollen nicht Opfer eines Fußball-Wunders werden", warnte Kapitän Sebastian Kehl.

Qarabag Agdam - Borussia Dortmund, 18 Uhr

Agdam: Väliyev - Medvedev, Rasad F. Sadiqov, Teli, Aqoli - Rasad A. Sadiqov, Abasov - Imamaliyev, Rubins - Adamiya, Äliyev

Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Hummels, Subotic, Schmelzer - Sahin, Kehl - Großkreutz, Kagawa, Götze - Barrios

Schiedsrichter: Serge Gumienny (Belgien)

Stuttgarts Tasci muss zuschauen

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Angeblich nicht fit: Serdar Tasci. (Foto: dpa)

Weniger ideal, aber immer noch vielversprechend ist die Ausgangslage für Stuttgart. Nach dem 1:0 bei Slovan Bratislava scheint der Einzug in die Gruppenphase zum Greifen nahe. Doch der schwache Bundesliga-Auftritt der Schwaben am Sonntag in Mainz (0:2) hat für Verunsicherung gesorgt. Dennoch will Christian Gross beim Rückspiel heute ab 20 Uhr in der Defensive keine Veränderung vornehmen und plant weiter ohne Nationalspieler Serdar Tasci, der zuletzt wegen angeblich fehlender Fitness zuschauen musste: "Änderungen in der Innenverteidigung sind nicht geplant", sagte der VfB-Trainer.

VfB Stuttgart - Slovan Bratislava, 20 Uhr

Stuttgart: Ulreich - Degen, Boulahrouz, Niedermeier, Molinaro - Gentner, Kuzmanovic - Träsch, Gebhart - Cacau, Pogrebnjak

Bratislava: Putnocky - P. Janosik, Dobrotka, Salata, Breznaník - Guede, Bozic - Bagayoko, Grendel, Slovak (Ivana) – Sylvestr

Schiedsrichter: Aleksej Nikolaew (Russland)

Verwendete Quellen: Heinz Büse, dpa