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"Eine Wohltat", meint Thomas Müller zum Supercup-Sieg gegen Borussia Dortmund.
"Eine Wohltat", meint Thomas Müller zum Supercup-Sieg gegen Borussia Dortmund.(Foto: imago/MIS)
Sonntag, 06. August 2017

Supercup-Sieg als echte Wohltat: FC Bayern schießt sich frei, BVB droht Ärger

Nach fünf Testspiel-Niederlagen schnappt sich der FC Bayern den Supercup und räumt mit den Krisengerüchten auf. Borussia Dortmund droht derweil ein prominenter Abgang - und die Premiere des Videobeweises stellt den Deutschen Fußball-Bund vor Probleme.

Aus der Kabine erklang lauter Jubel. Ausgelassen wie selten feierten die Profis des FC Bayern den Gewinn des Supercups. Nach dem 5:4 (2:2;1:1) im Elfmeterschießen gegen DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund schienen die Bedenken der vergangenen Tage mit einem Mal verflogen. "Es war wichtig, dass wir die Niederlagen aus der Vorbereitung etwas abstreifen", sagte Weltmeister Thomas Müller. "Es war eine Wohltat zu gewinnen."

Fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Testspielen hatten die Münchner mächtig ins Grübeln gebracht. Doch in Dortmund behielt das Team von Trainer Carlo Ancelotti trotz zweimaligen Rückstands durch die BVB-Treffer von Christian Pulisic (11. Minute) und Pierre-Emerick Aubameyang (71.) die Nerven. Ein durch viel Druck erzwungenes Eigentor des Dortmunder Torhüters Roman Bürki (88.) wendete die drohende Niederlage ab. "Wir haben gezeigt, dass wir in keiner Krise sind. Heute hat die Mannschaft bewiesen, dass sie sich auf den Punkt konzentrieren kann", lobte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Ausgerechnet der Ersatz des noch immer verletzten Stammtorhüters Manuel Neuer avancierte im Elfmeterschießen zum Matchwinner. Zwei gehaltene Elfmeter von Sven Ulreich ebneten den Weg zum insgesamt sechsten Triumph im Supercup. "Das tut gut nach dieser Vorbereitung", kommentierte der Keeper.

Dortmund mit Fragezeichen

Weniger ermutigend verlief das Duell der verunsicherten Branchenführer für die Borussia. Nur zwei Minuten fehlten zum erhofften Erfolgserlebnis nach zuletzt ebenfalls schwachen Testspielen. Zumindest die Vorstellung nach der Pause, als sich der BVB vom Druck der Bayern befreien konnte, lässt für die erste Saison unter der Regie des neuen Trainers Peter Bosz hoffen. "Die zweite Halbzeit ging komplett an uns. Deshalb ist es bitter zu verlieren. Aber wir sind auf dem Weg, besser zu werden", befand Mittelfeldspieler Nuri Sahin.

Nicht auszuschließen, dass der Borussia in den beiden Wochen vor dem Ligastart weitere Störgeräusche drohen. Kaum sind die Spekulationen über einen Wechsel von Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang nach China überstanden, gerät dessen kongenialer Mitstreiter Ousmane Dembélé zunehmend in die Schlagzeilen. Laut spanischen und französischen Medienberichten beabsichtigt der FC Barcelona, in Kürze Verhandlungen mit dem Revierclub aufzunehmen.

Das Dortmunder Megatalent, das den für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselten Neymar ersetzen soll, ist den Katalanen angeblich 100 Millionen Euro wert. "Es ist eine Ehre, dass mein Name unter denen ist, die Barca holen will. Jedem würde es gefallen, in so einem Team zu spielen", wurde Dembélé in der "Bild am Sonntag" zitiert.

Video-Assistent macht Ärger

Eine unglückliche Premiere feierte der Videobeweis. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) noch am Abend in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, "lagen die kalibrierten Linien, die dem Video-Assistenten normalerweise bei Abseitsentscheidungen vorliegen und ihn unterstützen, aufgrund technischer Probleme in der ersten Halbzeit noch nicht vor".

Deshalb musste der Videoassistent ohne dieses technische Hilfsmittel entscheiden, ob Vorlagengeber Joshua Kimmich vor seiner Flanke auf Torschütze Robert Lewandowski (18.) im Abseits stand oder nicht. Bis zum Bundesligastart am 18. August sollen die technischen Probleme behoben sein.

Quelle: n-tv.de

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