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Das Spiel zwischen Paok Saloniki und Olympiakos Piräus wurde abgebrochen - dann griff die Polizei ein.
Das Spiel zwischen Paok Saloniki und Olympiakos Piräus wurde abgebrochen - dann griff die Polizei ein.(Foto: AP)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Griechische Regierung setzt Pokal-Spiele aus

Beim griechischen Pokal-Halbfinale zwischen Paok und Olympiakos kracht es gewaltig - das hat harte Konsequenzen. Jürgen Klopp lacht über den FC Bayern. Joachim Löw will sich beim EM-Kader nicht festlegen. Und der SC Paderborn hat einen Effenberg-Nachfolger.

Wie und wann der Pokal weitergeht, ist derzeit unklar.
Wie und wann der Pokal weitergeht, ist derzeit unklar.(Foto: AP)

Die griechische Regierung hat den nationalen Fußball-Pokal ausgesetzt. Grund sind die Ausschreitungen während des Halbfinal-Hinspiels zwischen Paok Saloniki und Olympiakos Piräus (siehe unten). Die Entscheidung wurde wenige Stunden vor dem Anpfiff des zweiten Halbfinal-Hinspiels zwischen AEK Athen und Atromitos bekannt gegeben. Wann und ob die Spiele neu angesetzt werden, war zunächst nicht bekannt. Kurz zuvor hatte Paok erklärt, es werde nicht in Piräus zum Rückspiel antreten - es sei denn, es werde ein ausländischer Schiedsrichter für das Spiel angesetzt. Beim 2:1 des Meisters Olympiakos in Thessaloniki war es am Mittwoch zu Ausschreitungen gekommen. Paok-Fans stürmten in der 89. Minute den Platz, Feuerwerksraketen wurden abgeschossen. Schiedsrichter Andreas Pappas brach das Spiel ab. (mli)

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SC Paderborn: Müller folgt auf Effenberg

Rene Müller ist der Nachfolger von Stefan Effenberg beim SC Paderborn.
Rene Müller ist der Nachfolger von Stefan Effenberg beim SC Paderborn.(Foto: imago/Dünhölter SportPresseFoto)

Das Experiment Stefan Effenberg beim SC Paderborn ist gescheitert. Nach nicht einmal fünf Monaten haben sich die Ostwestfalen vom "Tiger" getrennt - und nur einen Tag später einen Nachfolger präsentiert: Ab sofort wird Rene Müller, bislang Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, die Geschicke der Zweitligamannschaft leiten. Der 41-Jährige war beim SC bereits zweimal Interimstrainer, nun soll es ein längeres Engagement werden. Den ersten Akzent hat Müller schon einmal gesetzt: Der von Effenberg suspendierte Stürmer Mahir Saglik ist wieder in den Kader zurückgekehrt. (cri)

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Löw schließt EM-Überraschungen nicht aus

Bundestrainer Joachim Löw will sich mit der Nominierung des EM-Kaders Zeit lassen.
Bundestrainer Joachim Löw will sich mit der Nominierung des EM-Kaders Zeit lassen.(Foto: dpa)

Bis zum 31. Mai muss Joachim Löw bekanntgeben, wer im Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft zur EM-Endrunde in Frankreich fährt. Dass es bei der endgültigen Nominierung Überraschungen geben wird, möchte der Bundestrainer nicht ausschließen. "Wir haben einen Kandidatenkreis von rund 30 Spielern. Aber die Tür steht nach wie vor offen", sagte Löw am Rande eines EM-Workshops in Paris.

Im Hinblick auf die Länderspiele gegen England (26. März in Berlin) und drei Tage später in München gegen Italien deutete Löw an: "Ich muss aktuell keinen Thomas Müller, Mesut Özil oder Toni Kroos beobachten. Da weiß ich genau, was die können. Deshalb schauen wir uns im Moment Spieler an, die für uns künftig eine Rolle spielen könnten." Derzeit sind die Weltmeister Jerome Boateng und Benedikt Höwedes verletzt. Auch Holger Badstuber fällt für längere Zeit aus. Gerüchten zufolge können sich deshalb der Leverkusener Jonathan Tah und der Berliner Mitchell Weiser Hoffnungen auf Länderspiel-Nominierungen machen. (cri)

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Klopp macht sich über Bayern lustig

Jürgen Klopp hat nach dem Heimsieg des FC Liverpool gegen Manchester City allen Grund zur Freude.
Jürgen Klopp hat nach dem Heimsieg des FC Liverpool gegen Manchester City allen Grund zur Freude.(Foto: REUTERS)

Grund zur Freude hat Jürgen Klopp ja. Nach der gelungenen Revanche seines FC Liverpool gegen Manchester City ist für den 48-Jährigen die Fußballwelt wieder in Ordnung. Doch nicht nur das überzeugende 3:0 seiner Reds, sondern auch die überraschende Niederlagenpremiere des FC Bayern bereitete Klopp große Freude: "Ich weiß im Moment noch nichts von den anderen Ergebnissen, also ... ähm, ähm, ich habe gehört: Bayern hat verloren - ha, ha, ha, ha. Aber ich denke, das ist für uns nicht so wichtig, hä", sagte er schadenfroh nach dem Spiel.

Dass seine "Mainzer" den Rekordmeister besiegt haben, brachte Klopp in dem Interview offensichtlich aus der Fassung. Obwohl er auf den nunmehr achten Tabellenplatz in der Premier League angesprochen wurde, war er in Gedanken noch am Bruchweg: "Gegen Mainz, meinen ehemaligen Klub, also, ähm", sagte er und hielt dann inne. "Ja, ich werde mir die Tabelle später mal anschauen. Dann schauen wir mal, was passiert. Aber ich kann jetzt nicht sagen: wir wollen dies, oder jenes erreichen", besann er sich dann wieder auf den Heimsieg an der Anfield Road: "Das war für alle, die Liverpool lieben, ein großartiger Abend." (cri)

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Olic will nicht mehr für Kroatien spielen

Ivica Olic hat seinen Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft erklärt.
Ivica Olic hat seinen Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft erklärt.(Foto: imago/Horstmüller)

Drei Monate vor der Europameisterschaft hat Stürmer Ivica Olic seine Karriere in der kroatischen Nationalmannschaft beendet. "Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich, dem kroatischen Trikot goodbye zu sagen", schrieb der 36-Jährige in einem offenen Brief. "Kroatien wird immer über allem stehen. Das wird sich nicht ändern, und ich wünsche dem Nationalteam viel Erfolg diesen Sommer in Frankreich. Ich werde Kroatiens größter Fan sein." Damit zieht Olic die Konsequenz aus seiner sportlichen Durststrecke beim Bundesligisten Hamburger SV, wo er in diesem Jahr nicht einmal zum Spieltagskader gehörte. Der Angreifer bestritt 104 Länderspiele und erzielte 20 Tore für sein Heimatland. (tno)

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Saloniki-Fans sorgen für Spielabbruch

Polizisten gegen Hooligans - der griechische Fußball wird erneut durch gewaltsame Szenen erschüttert.
Polizisten gegen Hooligans - der griechische Fußball wird erneut durch gewaltsame Szenen erschüttert.(Foto: Screenshot Twitter @FoxSoccer)

Anhänger von Paok Saloniki haben beim griechischen Pokal-Halbfinale ihrer Mannschaft gegen den amtierenden Meister Olympiakos Piräus für einen Spielabbruch gesorgt. Beim Stand von 2:1 für die Gäste aus Piräus beendete der Referee die Partie in der 89. Minute vorzeitig, nachdem Hooligans mehrere angezündete Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geschleudert hatten. Ihrer Ansicht nach hatte der Schiedsrichter einen berechtigten Elfmeter für ihr Team nicht gegeben.

Wie das griechische Fernsehen weiter berichtete, stürmten anschließend Hooligans das Spielfeld. Es kam zu Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei, die mehr als eine Stunde dauerten. Auch außerhalb der Arena kam es zu Ausschreitungen. Dutzende Personen seien festgenommen worden, berichtete das Staatsradio. Saloniki drohen nun harte Sanktionen, darunter auch mindestens zwei Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch das abgebrochene Spiel dürfte gegen Paok gewertet werden. (tno)

Quelle: n-tv.de

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