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Hoffenheims Kramaric (r.) bereitete das zwischenzeitlich 1:0 durch Wagner vor.
Hoffenheims Kramaric (r.) bereitete das zwischenzeitlich 1:0 durch Wagner vor.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 17. September 2017

Wagner trifft historisch: Hoffenheim lässt Federn und baut Serie aus

Die TSG Hoffenheim kann auch gegen Hertha BSC eine zwischenzeitliche Führung nicht in einen Sieg ummünzen. Das Team von Julian Nagelsmann baut in Halbzeit zwei ab und muss noch den Ausgleich hinnehmen - bleibt aber weiterhin ungeschlagen.

Drei Tage nach der Niederlage gegen Sporting Braga (1:2) kam die TSG Hoffenheim im Duell der Europa-League-Starter trotz Führung nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Hertha BSC hinaus. Dennoch sind die Kraichgauer nach dem Remis vor 27.243 Zuschauern seit nunmehr 20 Heimspielen ungeschlagen. Der Ex-Herthaner Sandro Wagner (6.) traf geschichtsträchtig für die Hoffenheimer (acht Punkte) um 13.36 Uhr zum 1:0 - die früheste Uhrzeit, zu der je ein Bundesliga-Tor erzielt wurde. Alexander Esswein war für Berlin erfolgreich (55.).

Die Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mussten nicht lange auf die Führung der Gastgeber warten. Nachdem Wagner zunächst per Kopf am Berliner Torwart Rune Jarstein gescheitert war, durfte der Torjäger bei der anschließenden Ecke einköpfen. Hertha-Kapitän Sebastian Langkamp sah dabei nicht gut aus und fälschte den Kopfball zudem noch ab.
Auch nach dem Treffer bestimmten die Hoffenheimer, die ohne Serge Gnabry, Ermin Bicakcic und Adam Szalai auskommen mussten, das Geschehen. Wagner hätte in der 18. Minute die Führung ausbauen können.

Die Gäste hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun. Mitte der ersten Hälfte kamen die Berliner, bei denen Jonathan Klinsmann, Julian Schieber und Davie Selke fehlten, minutenlang nicht an den Ball. Den Kraichgauern ging in dieser Phase allerdings die Zielstrebigkeit ab. Dennoch schien der zweite TSG-Treffer nur eine Frage der Zeit, Benjamin Hübner vergab nach einer Ecke per Kopf die beste Möglichkeit dazu (30.).
Sieben Minuten später hätte aber fast die Hertha getroffen. Hoffenheims Torwart Oliver Baumann konnte den Schuss von Esswein gerade noch vor der Torlinie festhalten.

Dardai mit Einstellung zufrieden

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel traf Esswein zunächst die Latte (49.), wenige Sekunden später scheiterte Ondrej Duda an Baumann (50.). Kurz darauf erzielte Esswein per Kopf den längst fälligen Ausgleich. Danach wurde das Spiel hektisch, die Hoffenheimer rannten zumeist kopflos an. Die Abwehr der Gäste hatte die Lage fast immer im Griff.
Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren Hübner und Baumann. Bei den Berlinern konnten Duda und Esswein überzeugen.

"Wir haben über 90 Minuten dagegen gehalten und nehmen verdient einen Punkt mit nach Hause", sagte Torschütze Esswein. "Wir haben heute alles reingelegt." Hertha-Coach Pal Dardai urteilte: "Man hat gespürt, dass beide Mannschaften während der Woche gespielt haben, aber ich bin zufrieden mit den Jungs, mit der Einstellung."

Quelle: n-tv.de

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