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Tschüss! Lewis Holtby, künftiger Ex-Schalker.
Tschüss! Lewis Holtby, künftiger Ex-Schalker.(Foto: dpa)

Schalke dreht Transferkarussell: Holtby geht, Bastos kommt

Das Personaltableau beim FC Schalke sortiert sich: Mittelfeldtalent Lewis Holtby wechselt sofort zu den Tottenham Hotspurs, die Ablöse für ihn überweist Schalke direkt an Olympique Lyon - für Michel Bastos. Heftige diskutiert wird derweil, ob Jens Keller der Coach bleibt.

Die angekündigte Aufholjagd von Schalke 04 stockt noch, dafür dreht sich das Transfer-Karussell: Jungnationalspieler Lewis Holtby geht nun doch vorzeitig zu Tottenham Hotspur. "Wir haben für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden", sagte Manager Horst Heldt, der zu Verhandlungen nach London geflogen war und sich über "eine ordentliche Ablösesumme" freute.

"Lewis hatte uns signalisiert, dass er nicht abgeneigt wäre, vorzeitig zu wechseln", sagte Heldt, der sich für Holtbys Einsatz bedankte: "Er hat sich stets korrekt verhalten und bis zum letzten Tag für Schalke reingehängt. Wir wünschen Lewis alles Gute und viel Glück für die Zukunft." Gleichzeitig dürfte damit auch der Tranfer des Brasilianers Michel Bastos zum Revierklub kurz bevorstehen.

Tottenham, das den 22-Jährigen schon am Mittwoch im Auswärtsspiel bei Norwich City einsetzen könnte, erklärte sich in einer kurzen Stellungnahme "hocherfreut" über den Wechsel. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung einigten sich Heldt und Tottenhams Chef Daniel Levy nach wochenlangem Tauziehen auf eine Ablösesumme von rund 1,75 Millionen Euro und ein Freundschaftsspiel.

Ablöse sofort reinvestiert

Michel Bastos wird erstmal ausgeliehen aus Lyon.
Michel Bastos wird erstmal ausgeliehen aus Lyon.(Foto: dpa)

Das Geld fließt quasi sofort weiter zu Olympique Lyon. Für geschätzte 1,8 Millionen Euro will Schalke Linksaußen Bastos (29) für anderthalb Jahre ausleihen - mit Kaufoption im Sommer 2013 und im Sommer 2014. Jungnationalspieler Holtby, der eine Vertragsverlängerung bei den Königsblauen abgelehnt und stattdessen bei den Spurs bis 2018 unterschrieben hatte, bestritt damit beim enttäuschenden 0:0 in Augsburg sein letztes Spiel für die Gelsenkirchener. Kapitän Benedikt Höwedes bedauerte den Weggang. "Lewis ist ein guter Spieler, der uns mit seiner Qualität immer weiter helfen kann", sagte der Nationalspieler, bevor die Verhandlungen in die letzte Runde gingen.

Den Ersatz für Holtby hatten die Königsblauen bereits vor knapp zwei Wochen verpflichtet: Der Ex-Berliner Raffael, vom ukrainischen Vizemeister Dynamo Kiew vorerst bis zum Saisonende ausgeliehen, soll auf der Spielmacherposition agieren. Bastos, der am Montag zum Medizincheck erwartet wurde und für den Lyon sieben Millionen Euro Ablöse aufgerufen hatte, soll auf der linken Außenbahn den verletzten Ibrahim Afellay ersetzen.

Keller bleibt in der Schusslinie

Jens Keller, Schalke-Coach unter Beobachtung.
Jens Keller, Schalke-Coach unter Beobachtung.(Foto: dpa)

Währenddessen ebbt die Diskussion um Neu-Trainer Jens Keller nach der Nullnummer in Augsburg nicht ab. "Ich weiß auch nicht, warum dieses Thema so dramatisiert wird", sagte Höwedes, als er zum x-ten Mal nach der Arbeit des neuen Chefcoaches gefragt wurde. "Er macht einen super Job, deshalb kann ich die Diskussion überhaupt nicht nachvollziehen", betonte der Nationalspieler. Keller hat mit den Königsblauen zwar vier Punkte aus den ersten beiden Rückrundenspielen geholt und die Negativsere vom Ende der Hinrunde gestoppt. Doch der Rückstand auf die angepeilten Champions-Champions-Plätze ist am Wochenende wieder angewachsen: Der Tabellendritte Borussia Dortmund ist schon sieben Punkte weg, der Vierte Eintracht Frankfurt vier.

Außerdem ist nach dem dritten Pflichtspiel unter dem 42-Jährigen dessen Handschrift noch nicht zu erkennen. Von aggressivem Pressing und schnellem Umschaltspiel, wie von Keller angekündigt, ist noch nichts zu sehen, von Aufbruchsstimmung nichts zu spüren. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der die Beförderung des U17-Trainers zuletzt noch einmal verteidigt hatte, wird "jetzt nicht ungeduldig". Doch der Druck ist nach der Nullnummer beim Abstiegskandidaten Augsburg noch gestiegen, denn die Königsklasse bleibt weiter das erklärte Ziel. Alles andere als ein Sieg am kommenden Samstag gegen das abgeschlagene Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth würde Kellers Position weiter drastisch verschlechtern.

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Quelle: n-tv.de

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