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Abgang, Herr Ibrahimovic?
Abgang, Herr Ibrahimovic?(Foto: imago/PanoramiC)

"Super Zlatan" statt Eiffelturm: Ibrahimovic "erpresst" Paris

Zlatan Ibrahimovic ist eine Diva. In einem Interview kündigt der Sturmstar seinen Abschied aus Paris an. Ein Hintertürchen lässt er mit einem unmoralischen Angebot aber offen. Das allerdings würde die Skyline der französischen Hauptstadt grundlegend verändern.

Der Größenwahn von Zlatan Ibrahimovic bemisst sich auf 324 Meter. Deshalb werden wohl weder die Katar-Millionen von Klubboss Nasser Al-Khelaifi noch ein Zauberspruch ausreichen, um "Ibrakadabra" über das Saisonende hinaus beim alten und neuen französischen Fußball-Titelträger Paris St. Germain zu halten.

Nach der Blitz-Meisterschaft am Sonntag hat der abschlussstarke Schwede mit dem losen Mundwerk seinen Abschied von der Seine jedenfalls mehr als nur angedeutet. Doch Ibrahimovic wäre nicht Ibrahimovic, wenn er sich nicht noch ganz keck ein Hintertürchen offen gelassen hätte. "Ich denke nicht, dass sie den Eiffelturm mit einer Statue von mir ersetzen können. Ich glaube, sogar die Bosse des Vereins können das nicht. Aber wenn doch: Dann bleibe ich", sagte "Super Zlatan" dem TV-Sender beIN Sports und schob nach: "Das verspreche ich."

Ein Typ mit ganz speziellem Humor

Werden die Verhältnisse zwischen ihm und dem Eiffelturm architektonisch angepasst, dann bleibt Zlatan Ibrahimovic.
Werden die Verhältnisse zwischen ihm und dem Eiffelturm architektonisch angepasst, dann bleibt Zlatan Ibrahimovic.(Foto: imago sportfotodienst)

Die Moderatorin war baff - und Vierfach-Torschütze Ibrahimovic verschwand nach dem unmoralischen Angebot und dem 9:0 (3:0) bei ESTAC Troyes grinsend im Mannschaftsbus. Auf den Sitz neben sich legte der 34-Jährige den Spielball und schnallte den neon-gelben "Meistermacher" ganz fürsorglich an.

Seine Teamkollegen um den früheren Frankfurter Keeper Kevin Trapp werden ab der kommenden Spielzeit wohl nicht mehr in den Genuss des ganz speziellen Zlatan-Humors kommen. Sein Abschied nach vier Jahren in der Stadt der Liebe scheint beschlossene Sache. Obwohl der 1,96-Meter-Hüne dort rund eine Million Euro netto pro Monat einstreichen soll. "Stand jetzt werde ich in der nächsten Saison nicht mehr für PSG spielen", sagte der Torjäger des Champions-League-Viertelfinalisten: "Ich kämpfe hier noch eineinhalb Monate um Titel. Was danach passiert, kann ich derzeit nicht beantworten."

Der Scheich will den Magier halten

Ibrahimovic, der 2012 vom AC Mailand nach Paris gewechselt war und 141 Tore in 168 Spielen für den Scheich-Klub erzielte, wurde zuletzt vor allem mit dem englischen Rekordmeister Manchester United um Weltmeister Bastian Schweinsteiger in Verbindung gebracht. Der mit Katar-Millionen zu einer Top-Adresse in Europa aufgepumpte französische Hauptstadtklub will Ibrahimovic aber unbedingt halten. "Zlatan ist ein Magier und ein großartiger Spieler. Wir werden mit ihm reden. Für uns ist klar, dass er bleiben soll", betonte Al-Khelaifi. Über die Zukunft des 324 Meter hohen Eiffelturms im 7. Arrondissement sagte der Scheich nichts.

Im Prinzenpark werden die PSG-Fans ihre personifizierte Torgarantie aus Schweden wohl bald vermissen. Bleibt die Möglichkeit, sich die Vielseitigkeit von Ibrahimovic im Internet anzuschauen. In seinem jüngsten Werbeclip führt er das Gespräch mit einem "echten" Bewerber für einen Job bei einem Vitaminwasser-Produzenten höchstpersönlich. Der Kandidat kann bei Fragen über das Produkt nicht punkten - aber ist Ibrahimovic-Fan und hält Teamgeist für ganz wichtig. Der Fußballstar hebt den Daumen, der Prüfling bekommt die Stelle. Die Sache mit dem Eiffelturm allerdings könnte sich ein wenig komplizierter gestalten.

Quelle: n-tv.de

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