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19 von 23 Fußballern zu verkaufen: Karpati Lwiw reagiert auf Pleitensaison

Läuft es schlecht bei einem Fußballklub, wird häufig der Trainer gewechselt. Bisweilen begleitet von Tönen des Bedauerns, die Mannschaft könne ja leider nicht ausgetauscht werden. Ein Vorurteil, das der ukrainische Fußball-Erstligist Karpati Lwiw nun widerlegt.

Sportlich steht der Umbruch an. Eine Lösung für seine teils äußerst nationalistischen Fans hat Karpati Lwiw noch nicht.
Sportlich steht der Umbruch an. Eine Lösung für seine teils äußerst nationalistischen Fans hat Karpati Lwiw noch nicht.(Foto: picture alliance / dpa)

Aus Frust über eine enttäuschende Saison hat der ukrainische Fußball-Erstligist Karpati Lwiw 19 seiner 23 Spieler kurzerhand auf die Transferliste gesetzt. Die Akteure sollten sich einen neuen Verein suchen, teilte der Club mit. Die Westukrainer hatten die Saison auf dem 13. Platz von 16 Mannschaften abgeschlossen - angepeilt worden war ein Europapokalplatz. Am 10. Mai hatte sich der Verein bereits von seinem bulgarischen Trainer Nikolai Kostov getrennt.

Bis zum 13. Juni werde Karpati ein neues Team zusammenstellen, kündigte der Verein auf der Homepage an. Das für umgerechnet 220 Millionen Euro neu gebaute Stadion von Lwiw war 2012 eine EM-Arena. Die DFB-Elf besiegte dort in der Gruppenphase Portugal mit 1:0 und Dänemark 2:1.

Deutschen Fußballfans ist Karpati auch aus der Europa-League-Saison 2010/11 bekannt. Damals waren die Ukrainer Gruppengegner von Borussia Dortmund. Der BVB gewann in Lwiw nach einem verrückten Spiel mit 4:3. In Dortmund verlor Karpati mit 0:3. Beide Teams schieden in der Gruppenphase aus.

Quelle: n-tv.de

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