Mittwoch, 02. September 2009
"Löw braucht keinen Berater": Klinsmann kommt nicht
DFB-Präsident Theo Zwanziger hat ein Comeback von Jürgen Klinsmann bei der deutschen Nationalmannschaft trotz großer Wertschätzung ausgeschlossen.Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes trat Spekulationen entgegen, nach denen der ehemalige Bundestrainer als WM-Berater seinen Nachfolger Joachim Löw unterstützen könnte. "Der Bundestrainer braucht keinen Berater", sagte Zwanziger der Münchener "tz".
Die Meinung von Klinsmann sei "uns immer noch wichtig. Er hat gezeigt, wozu er imstande ist und wie er ein Team formen und motivieren kann. Er hat unglaubliche Verdienste für den deutschen Fußball." Aber nun sei Löw der Bundestrainer und Chef, "und ich denke, er weiß ganz genau, was er wie entscheiden muss". Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass Klinsmann wieder für die Nationalmannschaft arbeiten könnte. Anzeichen für ein Engagement des Weltmeisters von 1990 in offizieller DFB-Funktion bei der WM im kommenden Jahr in Südafrika gab und gibt es nicht.
Aber ein wichtiger Gespächspartner
DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hatte lediglich einen guten Kontakt zu Klinsmann bestätigt. "Jürgen steht bei keinem Klub mehr in der Verpflichtung. Deshalb kann er viele Dinge wieder objektiv beurteilen. Er ist nach wie vor ein wichtiger Gesprächs- und Sparringspartner", sagte Bierhoff. Die Meinung des im April beim FC Bayern München entlassenen Klinsmann werde bei der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft weiterhin geschätzt. "Unser Kontakt zu Jürgen ist nach wie vor sehr, sehr eng. Wir freuen uns immer, seine Sichtweise zum Fußball zu hören und Erfahrungen auszutauschen", sagte Bierhoff.
Über ein konkretes Engagement Klinsmanns für die WM 2010 sprach Bierhoff allerdings nicht. Klinsmann und Löw haben seit Jahren den gleichen Medienberater. Von 2004 bis nach dem "WM-Sommermärchen" 2006 war Löw Klinsmanns Assistent.
dpa
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