Sport

Farbanschlag von enttäuschten Fans: Kuranyi-Mitspieler angegriffen

Im Sommer 2010 wagt Kevin Kuranyi den großen Schritt. Er wechselt nach Russland zu Dynamo Moskau. Dass die russischen Fans in Zeiten sportlichen Misserfolgs auch mal etwas heftiger reagieren, gehört zu Kuranyis jüngsten Erfahrungen.

Mehrere seiner Mitspielerwurden von Paintball-Geschossen getroffen, Kuranyi blieb jedoch unversehrt.
Mehrere seiner Mitspielerwurden von Paintball-Geschossen getroffen, Kuranyi blieb jedoch unversehrt.(Foto: picture alliance / dpa)

Fans des russischen Fußball-Erstligisten Dynamo Moskau haben für einen Eklat gesorgt und auf dem Trainingsgelände Spieler des Klubs des ehemaligen Fußball-Nationalstürmers Kevin Kuranyi mit Paintball-Waffen befeuert. Zudem wurden Flugblätter verteilt, die konkret an Kuranyi und zwei weitere Profis gerichtet waren: "Wir fordern die Spieler auf, sich im Training und bei Spielen aktiver zu zeigen", hieß es in der Schrift.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte der schockierte Mittelfeldspieler Alan Gatagow dem Nachrichtendienst R-Sport: "Ich wurde am Hinterkopf getroffen, als sie geschossen haben. Viele andere Spieler wurden ebenfalls erwischt." Kuranyi wurde aber nicht getroffen. "Ich war noch in der Kabine", sagte der Stürmer.

Dynamo steht nach elf Punkten aus neun Spielen auf dem enttäuschenden 13. Platz in der Premjer Liga. Aufgrund des miserablen Saisonstarts hatten die Fans vor einiger Zeit bereits mit Leuchtraketen und Graffiti-Beschriftungen protestiert.

"Wir werden alles dafür tun, dass wir die Täter zur Verantwortung ziehen und vor Gericht bringen", teilte der Klub am Freitag mit und kündigte an, dass man deren Namen veröffentlichen werde. Die Verantwortlichen vermuten aber keine eigenen Fans, sondern Anhänger des Lokalrivalen Spartak hinter dem Angriff.

Quelle: n-tv.de

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