Herzensbrecher: Liverpools Dirk Kyut erzielt im Ligaduell mit dem FC Arsenal den 1:1-Ausgleich - in der 102. Minute.
(Foto: dpa)
Sonntag, 17. April 2011
Elfmeter nach 12 Minuten Nachspielzeit: Liverpool bricht Arsenals Herz
In der 8. Minute der Nachspielzeit wähnt sich der FC Arsenal gegen den FC Liverpool im siebten Fußballhimmel und wieder mittendrin im Meisterrennen, denn eben ist die Führung gefallen. Doch es gibt vier weitere Minuten Nachschlag mit einem weiteren Elfmeter. Und diesmal jubeln die Gäste.Mit einem bitteren Rückschlag in der zwölften Minute der Nachspielzeit sind die Titelchancen des FC Arsenal in der englischen Fußball-Liga weiter gesunken. Robin van Persie schien mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 98. Minute drei Punkte für die zweitplatzierten Gunners gesichert zu haben, doch Dirk Kuyt glich vier Minuten später ebenfalls per Strafstoß aus. Der Rückstand der Londoner auf Tabellenführer Manchester United beträgt sechs Spiele vor Saisonende nun sechs Punkte.
Überschattet wurde die Begegnung von einer Verletzung von Liverpools Jamie Carragher. Nach einer langen Behandlungspause wurde Carragher in der 62. Minute vom Platz getragen. Zuvor wurde er künstlich beatmet. Carragher erholte sich aber offenbar schneller als gedacht, berichtete Arsenal-Keeper Jens Lehmann später: "Er stand gegen Ende des Spiels wieder an der Seitenlinie und hat den Liverpooler Ausgleich bejubelt. Er hat mir gesagt, es sei wieder alles okay."
Verrückte Schlussphase
Aufgrund der Verletzungspause ließ der Schiedsrichter lange nachspielen und ermöglichte so die furiose Schlussphase. Erst foulte Jay Spearing Arsenal-Kapitän Cesc Fábregas in der 98. Minute. Van Persie verwandelte den Strafstoß souverän. Doch vier Minuten später brachte Emmanuel Eboué völlig unnötig Lucas Leiva zu Fall und gab Kuyt die Gelegenheit, vom Punkt einen Punkt aus dem "Emirates"-Stadion zu entführen. Der Niederländer ließ dem polnischen Keeper Wojciech Szczesny, der Lehmann wieder im Arsenal-Tor ersetzte, keine Chance und ebnete Erzrivale Manchester United damit wohl den Weg zum Meistertitel.
Mit der dann 19. Meisterschaft würde United zum alleinigen Rekordhalter in England aufsteigen. Momentan teilt sich das Team von Sir Alex Ferguson, dessen Traum vom Triple gestern im Pokal-Halbfinale gegen Manchester City geplatzt war, den Titel noch: mit dem FC Liverpool.
cwo/dpa/sid
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