
Beim Poker um einen neuen Vertrag für Bundestrainer Joachim Löw soll es nicht nur um noch deutlicher abgegrenzte Kompetenzen, sondern auch um Geld gehen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung würde die sportliche Leitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für einen neuen Zwei-Jahres- Kontrakt eine sogenannte "Signing Fee" in Höhe eines Jahresgehalts erwarten.
Damit könnte der von DFB-Präsident Theo Zwanziger schon im Dezember des Vorjahres verkündete neue Handschlag-Vertrag mit Löw sogar nochmals in Gefahr geraten. Die Bonuszahlungen würde sowohl für Löw als auch für Teammanager Oliver Bierhoff und die Bundestrainer-Assistenten fällig.
Bierhoff will Veto-Recht
Zudem soll Manager Bierhoff in seinem neuen Vertrag ein Veto-Recht bei der Suche nach einem späteren neuen Bundestrainer haben wollen. Bisher kann Bierhoff, der seit 2004 als Teammanager arbeitet und inzwischen auch dem Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angehört, einen Bundesliga-Kandidaten aussuchen und auch verhandeln. Die Entscheidung aber liegt beim DFB-Präsidium. "Ich kommentiere das nicht", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger zu den neuesten Veröffentlichungen.
Bei der Brisanz der noch zu klärenden Themen - auch die Kompetenzen für das U21-Nationalteam sollen noch klarer festgeschrieben werden - ist es derzeit völlig offen, ob es bei der außerordentlichen Präsidiumssitzung am heutigen Donnerstag in Frankfurt bereits zu einer Einigung kommt. "Das kann ich nicht sagen", hatte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach vor der Sondersitzung in der DFB-Zentralen in Frankfurt (Main) erklärt. Zu den noch zu klärenden Fragen oder Forderungen wollten sich vor der Sitzung weder Niersbach noch andere DFB-Vertreter äußern.


