Doch weiter Nationaltrainer?

Maradona darf wieder hoffen

04.08.2010 | 09:44 Uhr
Das Kapitel mit Maradona und seiner Arbeit als Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft schien beendet. Doch nun zeichnet sich eine überraschende Wende ab. "Jeder kann zurückkommen". Sagt ausgerechnet Verbandspräsident Julio Grondona
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Macht er nun doch weiter? Diego Maradona. (Foto: dpa)

Diego Maradona kann doch noch auf eine Rückkehr auf den Posten des argentinischen Fußball-Nationaltrainers hoffen. Nur eine Woche nach seinem faktischen Rauswurf und bitterer Worte Maradonas sendete der Chef des nationalen Fußballverbands AFA völlig unerwartet wieder positive Signale.

"Jeder kann zurückkommen", sagte der mächtige AFA-Präsident Julio Grondona. Noch vergangene Woche hatte Maradona ihn öffentlich als Lügner beschimpft. Nun jedoch hieß es auch aus seinem Umfeld, der 49-Jährige sei nicht abgeneigt. Grondona machte zwar erneut klar, dass Maradona nur dann wieder das Traineramt übernehmen könne, wenn er die von der AFA gestellten Bedingungen zu einem Umbau in seinem Mitarbeiterstab akzeptiere. Allerdings betonte er: "Das ist so wie in einer Ehe."

Keine öffentliche Abrechnung

In der Vorwoche hatte Maradona personelle Veränderungen noch verweigert. Der AFA- Exekutivrat lehnte daher eine Verlängerung seines vergangenen Samstag ausgelaufenen Trainervertrages ab. Grondona hatte Maradona 2008 zum Nationaltrainer gemacht. Das gemeinsame Ziel, Weltmeister zu werden, überdeckte die seit langem schlechten Beziehungen zwischen den beiden. Nachdem Argentinien bei der WM in Südafrika im Viertelfinale Deutschland 0:4 unterlag, brachen die alten Konflikte wieder auf.

Allerdings äußerte sich Maradona zuletzt zwar in der Sache scharf, jedoch für seine Verhältnisse sehr gesittet über Grondona und andere Sportfunktionäre. Eine ursprünglich von Maradona angekündigte öffentliche Abrechnung mit Grondona fand bislang nicht statt.

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Verwendete Quellen: dpa