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Unzufrieden in München: Sturmstar Robert Lewandowski.
Unzufrieden in München: Sturmstar Robert Lewandowski.(Foto: dpa)
Samstag, 16. September 2017

"Besessen" von der Idee: Medien: Lewandowski will weg von Bayern

Der FC Bayern bleibt in den Schlagzeilen, Grund ist erneut Robert Lewandowski. Nach seiner öffentlichen Klubschelte heißt es nun aus Spanien, der Starstürmer wolle den deutschen Fußball-Rekordmeister unbedingt verlassen - und zum spanischen Pendant wechseln.

Nach seinem nicht autorisierten Interview in der Vorwoche sorgt Bayern-Stürmer Robert Lewandowski auch an diesem Wochenende für Schlagzeilen. Laut Medienberichten aus Spanien plant der Pole nämlich seinen Abschied vom FC Bayern. Die Zeitung "AS" will erfahren haben, dass der polnische Stürmer "besessen" von der Idee sei, in naher Zukunft zum spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid zu wechseln.

In Lewandowski gärt es bereits seit dem Ende der Vorsaison.
In Lewandowski gärt es bereits seit dem Ende der Vorsaison.(Foto: imago/HJS)

Laut "AS" soll der 29-Jährige seinen Beratern bereits mitgeteilt haben, dass er vom Sommer 2018 an unbedingt in das Starensemble um Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Toni Kroos aufgenommen werden möchte - obwohl er wisse, dass der Traditionsclub nur selten Spieler verpflichtet, die älter als 30 Jahre sind.

Lewandowski hatte sich erst vor wenigen Tagen Ärger mit Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingehandelt: In einem vom Verein nicht autorisierten Interview des "Spiegel" hatte er die Transferpolitik der Münchner kritisiert. Rummenigge drohte ihm daraufhin in der "Bild"-Zeitung mit Konsequenzen bei weiterer öffentlicher Kritik: "Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die  Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir." Er wisse schon, "wie man Spieler zur Räson bringt", fügte er an.

Gezielte Kampagne?

Als "Spiritus Rector" von Lewandowskis öffentlicher Kritik hatte Rummenigge dessen Berater Maik Barthel ausgemacht. Das "Spiegel"-Interview sei bewusst am FC Bayern "vorbei organisiert worden", sagte der Bayern-Boss und stellte klar: "Er schadet damit Robert."

Die Vorgehensweise ist bei Lewandowski indes nicht neu, auch seinen Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern hatte sein Management mit Medienberichten vorbereitet. Im konkreten Fall sieht Rummenigge den FC Bayern aber am längeren Hebel. Die Macht der Spieler sei "nicht so groß, wie Lewandowski mit Blick auf seinen Vertrag auch feststellen kann. Er hat bis 2021 ohne Ausstiegsklausel unterschrieben", hatte der Bayern-Boss betont.

Allerdings hat der Entfremdungsprozess zwischen den Münchnern und ihrem Sturmstar bereits am Ende der vergangenen Saison begonnen. Nachdem Lewandowski am letzten Spieltag noch von BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang von der Spitze der Torschützenliste verdrängt worden war, hatte er öffentliche Kritik an Teamkollegen und Trainer geäußert. Von diesen hatte er sich nicht ausreichend unterstützt gefühlt.

Real Madrids Superstars scheinen derweil angetan von der Idee, den Kapitän der polnischen Nationalmannschaft in ihren Reihen begrüßen zu dürfen. Laut "AS" sollen Ronaldo und Ramos ihm bereits in der vergangenen Saison nach einem Champions-League-Spiel gesagt haben, er sei bei "Los Blancos" sehr willkommen. Bei Bayern-Präsident Uli Hoeneß sorgt der Bericht über Lewandowskis Wechselpläne indes für Amüsement. Bei Sport1 spottete er: "Es ist doch nicht der 1.  April."

Quelle: n-tv.de

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