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"Hi Leute": Marco Reus.
"Hi Leute": Marco Reus.(Foto: imago/Thomas Bielefeld)

"So wie Uwe Seeler in Hamburg": Reus schwört auf den BVB

Marco Reus entscheidet sich für Borussia Dortmund. Wie der Klub mitteilt, unterschreibt der deutsche Fußball-Nationalspieler einen neuen Vertrag. Ein Wechsel zu Real Madrid oder zum FC Bayern ist vom Tisch. Und beim BVB träumen sie von goldenen Zeiten.

Borussia Dortmund ist im Transferpoker um Marco Reus ein doch etwas unerwarteter Coup geglückt. Trotz zahlreicher Angebote europäischer Topklubs wie zum Beispiel Real Madrid hat der deutsche Fußball-Nationalspieler seinen bis 2017 datierte Vertrag beim abstiegsbedrohten Bundesligisten bis 2019 verlängert.

Laut einer Ausstiegsklausel hätte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler den BVB zum Saisonende für kolportierte 25 Millionen Euro verlassen können. Das Thema ist nun vom Tisch. Anders als die ehemaligen Dortmunder Mario Götze und Robert Lewandowski, die in den vergangenen beiden Jahren zum FC Bayern gewechselt waren, entschied sich Reus, doch lieber zu bleiben. Der neue Kontrakt enthält nach Angaben des BVB keine Klausel, die ihm einen vorzeitigen Abhang ermöglicht. 

Der gebürtige Dortmunder Reus war im Jahr 2012 für 17 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum BVB gewechselt - mithilfe einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag. In den bisherigen zweieinhalb Spielzeiten entwickelte sich der Offensivspieler unter seinem Trainer Jürgen Klopp zum Leistungsträger und Publikumsliebling. So erzielte Reus in 72 Bundesligaspielen insgesamt 34 Tore für den BVB. Die Entscheidung von Reus gilt auch als Signal im Abstiegskampf. Erst am Wochenende hatten die Westfalen durch ein 3:0 beim SC Freiburg die direkten Abstiegsplätze verlassen. Allerdings nimmt Reus nun in Kauf, in der nächsten Saison international nicht vertreten zu sein.

"Borussia ist einfach mein Verein"

Was den Spieler allerdings nicht anficht. "Hi Leute, ich freue mich euch mitteilen zu können, dass ich meinen Vertrag bis 2019 verlängert habe", ließ Reus über Twitter wissen. Er wird wissen, was er an den Dortmundern hat. Seine Chefs und Kollegen haben ihn stets unterstützt. Auch, als Ende vergangenen Jahres bekannt wurde, dass er seit Jahren ohne Führerschein gefahren war. Dafür musste er 540.000 Euro an Geldbuße bezahlen. Es war der Tiefpunkt nach einem enttäuschenden Jahr 2014 mit zahlreichen Verletzungen, die ihn auch um den WM-Triumph mit der deutschen Nationalmannschaft gebracht hatten.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke fand nach der Unterzeichnung des neuen Vertrags große, nahezu pathetische Worte: "Marco kann in Dortmund eine Ära prägen, so wie es vor ihm Uwe Seeler in Hamburg oder Steven Gerrard in Liverpool getan hat." Und überhaupt: "Dass sich Marco inmitten einer sportlichen Krise für den BVB entschieden hat, zeigt ein Höchstmaß an Identifikation, auf das wir sehr stolz sind." Reus selbst erklärte, er sei "sehr glücklich mit meiner Entscheidung für den BVB. Dortmund ist meine Heimatstadt und die Borussia einfach mein Verein". Er freue sich "auf eine erfolgreiche Zukunft" mit dem in den Tabellenkeller abgestürzten Achtelfinalisten in der Champions League.

Messerschaf hat er erkannt: "Es gibt viel zu tun, und da möchte ich kräftig mit anpacken!" Dabei setzt er auf "unsere fantastischen Fans im Rücken". Manager Michael Zorc betonte, Reus "hätte zu fast jedem Topklub auf der Welt wechseln können. Durch seine Entscheidung hat er gezeigt, dass sein Herz für seine Heimatstadt und für seinen Heimatverein schlägt. Er ist ein ganz wichtiger Baustein für Borussia Dortmunds sportliche Zukunft." Die Aktie des börsennotierten Klubs zog angesichts der Nachricht an. Gegen Mittag legte die Aktie um zeitweise 2,18 Prozent auf 4,03 Euro zu. Klingt alles ganz nach einem geglückten Coup.

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Quelle: n-tv.de

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