"Sehe da eine gewisse Problematik"

Rummenigge rügt Scholls TV-Job

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Rummenigge
Karl-Heinz Rummenigge wäre es lieber, Mehmet Scholl würde nicht als TV-Experte arbeiten. Keine Kritik an Bayern-Spielern wäre zur Not wohl auch akzeptabel. (Foto: picture alliance / dpa)
10.07.2012 | 12:10 Uhr
Es war der Aufreger der EM: Mehmet Scholl, hauptberuflich Bayern-Trainer und nebenberuflich TV-Experte, überzieht Bayern-Stürmer und Siegtorschütze Mario Gomez nach dem deutschen Auftaktsieg gegen Portual mit Häme. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge findet das mit Verspätung unglücklich. Eine Handhabe hat er nicht.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Kritik am TV-Job von Mehmet Scholl geübt. "Er ist Angestellter des FC Bayern. Ich sehe da eine gewisse Problematik", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Sport Bild". "Ich habe Mehmet in einem Gespräch kürzlich gesagt, dass ich das nicht glücklich finde." Allerdings habe Präsident Uli Hoeneß Scholl das TV-Engagement zugestanden.

Scholl, der bei den Münchnern das Regionalliga-Team trainiert, ist bei der ARD als TV-Experte im Einsatz. Bei der EM hatte er für Aufsehen gesorgt, als er Bayern-Stürmer und Siegtorschütze Mario Gomez nach dem mühsamen Auftaktsieg gegen Portugal (1:0) mangelnde Einsatzbereitschaft vorgeworfen hatte. "Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss", lautete die viel diskutierte Kritik Scholls.

Diese hatte auch beim FC Bayern für Verärgerung gesorgt. "Die Kritik von Mehmet Scholl finde ich überzogen und völlig unangebracht", sagte der damalige Sportdirektor Christian Nerlinger. Er wurde inzwischen von Matthias Sammer abgelöst.

Verwendete Quellen: ntv.de, dpa