Van Gaal vs. Toni

Rummenigge will vermitteln

18.12.2009 | 13:11 Uhr
Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge will den wechselwilligen Angreifer Luca Toni offenbar zum Verbleib in München überreden und dazu dessen zerrüttetes Verhältnis zu Trainer Louis van Gaal kitten.

"Luca war in den vergangenen zweieinhalb Jahren ein wichtiger Spieler. Wir werden uns in der Winterpause mit diesem Thema nochmals in aller Ruhe auseinandersetzen und versuchen, zwischen beiden zu vermitteln", sagte Rummenigge der vereinseigenen Stadionzeitung "Bayern-Magazin".

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Haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen: Weltmeister Luca Toni und Bayern-Trainer Louis van Gaal. (Foto: dpa)

Toni hatte sich zuletzt mehrfach kritisch über Coach van Gaal geäußert und war deshalb vom Niederländer nicht mehr berücksichtigt worden. Rummenigge meinte, der italienische Nationalspieler habe mit seinen Aussagen "gegen interne Regeln verstoßen", betonte aber auch, dass Toni wichtige Tore erzielt habe, "ein sympathischer Vertreter des FC Bayern und äußerst beliebt bei den Fans" sei. Deshalb merkte er an: "Grundsätzlich gefällt uns die Situation nicht."

Toni hatte aber am Donnerstag erneut seinen Wunsch bekräftigt, den FC Bayern in der Winterpause zu verlassen. "Ich bin auch bereit, nach England oder Spanien zu gehen", sagte er. Selbst eine Ausleihe für ein halbes Jahr nannte er vorstellbar, weil sich Toni für einen Einsatz mit der Squadra Azzurra bei der WM 2010 in Südafrika empfehlen möchte.

Bisher galt ein Abschied in seine italienische Heimat als wahrscheinlichste Option. Tonis Manager Tullio Tinto hatte allerdings kürzlich erklärt, dass es noch kein konkretes Angebot von Topklubs wie dem AS Rom oder Inter Mailand gebe. Für die nächsten zehn Tagen kündigte Toni eine Entscheidung an und betonte, seine Reise gehe "auf jeden Fall weg aus München. Hier habe ich keine Chance mehr." Rummenigge sieht das offenbar anders.

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Verwendete Quellen: cwo/sid