Reif für die Nationalmannschaft

Schaaf: Hunt hat's verdient

26.10.2009 | 19:08 Uhr
Geht es nach Werder-Trainer Thomas Schaaf, wird Aaron Hunt der nächste Nationalspieler des Vereins. Grund sind die starken Leistungen des Offensivspielers in den vergangenen Wochen: "Ich will ihn nicht in die Nationalmannschaft hinein singen, aber wenn er weiter so konstant spielt, könnte er ein Thema werden."
EIS11-SOCCER-GERMANY-1025-11-JPG6090469510306682836
Geht es nach Thomas Schaaf, spielen Marko Marin und Aaron Hunt (r.) bald auch gemeinsam in der Nationalelf. (Foto: Reuters)

Kontakt mit Bundestrainer Joachim Löw hatte Schaaf wegen der Personalie Hunt aber noch nicht. Denn auch für den Fußball-Lehrer ist klar, dass der Offensivspezialist, der am Sonntag beim 4:1 in Bochum als Torschütze und Vorbereiter glänzte, dieses Niveau über einen längeren Zeitraum halten muss. "Wenn er jetzt eine gewisse Konstanz in seine Leistung bringen kann, wäre das sicherlich sehr gut", meinte Schaaf. Der Werder-Coach findet aber auch: "Wenn man bedenkt, welche Namen da gerade gehandelt werden, dann hat es sicher auch Aaron verdient, eine Chance zu bekommen."

Werder-Clubchef Klaus Allofs hatte Hunt bereits vor mehreren Jahren als zukünftigen Nationalspieler bezeichnet. Doch der Sohn einer Engländerin und eines Deutschen wurde durch zahlreiche Verletzungen immer wieder zurückgeworfen.

Durch eine Schleimbeutelentzündung im Knie verpasste er 2006 die komplette Bundesliga-Rückrunde. Die zweite Hälfte der Saison 2006/2007 bestritt Hunt mit einem Leistenloch und einer Schambeinentzündung, erst danach wurde er operiert. Während der Vorbereitung zur Saison 2007/2008 litt Hunt erneut an Knie- und Leistenproblemen, die ihn lange außer Gefecht setzten.

Mit seinen guten Leistungen bringt sich Hunt auch in eine gute Verhandlungsposition bezüglich seines am Saisonende auslaufenden Vertrages. Zuletzt war über ein Interesse des englischen Spitzenklubs FC Liverpool an dem Offensivspieler spekuliert worden. Werder hat jedoch klar gemacht, den auslaufenden Kontrakt sehr gern verlängern zu wollen.

Weitere News

Verwendete Quellen: cwo/dpa