Kritik an Schiedsrichter Hartmann

Tritt gegen Prödl erzürnt Werder

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Sebastian Prödl hält sich die Nase. Er erleidet einen Nasenbein- und Oberkieferbruch. (Foto: dpa)
22.01.2012 | 12:13 Uhr
Ein Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl erhitzt die Bremer Gemüter. Der Werder-Profi verletzt sich schwer im Gesicht. Im Zentrum der Kritik steht Schiedsrichter Robert Hartmann. Werders Manager Klaus Allofs legt dem Referee einen Sehtest nah.

Der BVB ist hungrig

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Äußerlich wirkte Klaus Allofs nach gefasst, doch im Innern des Geschäftsführers von Werder Bremen brodelte es mächtig. Der nicht geahndete Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl, der einen Nasenbein- und Oberkieferbruch sowie eine Gehirnerschütterung erlitt und für längere Zeit ausfallen wird, empörte Allofs noch lange nach dem Abpfiff und rückte das sportliche Geschehen in den Hintergrund.

"Ich bin traurig darüber, dass sich Basti so schwer verletzt hat. Traurig bin ich aber auch darüber, dass eine solche Aktion nicht geahndet wird. Es ist für mich unverständlich, dass weder der Schiedsrichter noch sein Assistent das als elfmeterwürdig ansieht. Es geschehen schon seltsame Dinge", übte Allofs harte Kritik an Referee Robert Hartmann und dessen Gespann.

Allofs geigt Schiedsrichter die Meinung

Die peinlichen Tiere der Bundesliga

Schon zur Pause hatte Allofs dem Unparteiischen seinen Unmut kundgetan. "Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen. Er hat mir gesagt, er hätte es nicht gesehen. Aber dafür hat man dann einen Assistenten. Die zeigen sonst ja auch alle möglichen Dinge an. Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren", sagte Allofs mit Ironie in der Stimme.

Die Szene in der 23. Minute war der größte Aufreger in einer Partie, in der die 40.381 Zuschauer trotz einer Vielzahl von Chancen auf beiden Seiten keine Tore zu sehen bekamen. Zunächst traf Markus Rosenberg mit einem Kopfball nur den Pfosten. Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Prödl dann von Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen und musste mit einer blutenden Wunde vom Platz getragen werden.

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Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. "Es ist mir unverständlich, wie man so etwas nicht sehen kann", wetterte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Auch die Bremer Profis waren angefressen. "Dem Schiedsrichter hat vielleicht die Unterstützung von der Linie gefehlt. Der Assistent muss das gesehen haben", erklärte Kapitän Clemens Fritz. Und Torwart Tim Wiese meinte: "Der Fuß war so hoch, das habe ich sogar gesehen." Einen Tag später teilte Prödl auf seiner Homepage mit: "Es geht mir ehrlich gesagt dreckig."

Prödls Ausfall zwingt Werder dazu, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. "Ich denke schon, dass wir uns jetzt Gedanken machen müssen", sagte Allofs. Denn in Andreas Wolf steht ein anderer Innenverteidiger vor dem Absprung zum AS Monaco.

Verwendete Quellen: Eric Dobias, dpa