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Fußball

Dienstag, 25. August 2009

Ein Ex-Freiburger in Japan: Volker Finke vor dem Aus

Nach sechs Pleiten in Folge und einer groben Unsportlichkeit steht der deutsche Trainer Volker Finke beim japanischen Fußball-Erstligisten Urawa Red Diamonds vor dem Aus.
Nicht sooo beliebt in Japan: Volker Finke.

Nicht sooo beliebt in Japan: Volker Finke.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Wie tief sind wir gesunken? Es ist ein großes Unglück für die Spieler, unter so einem Coach arbeiten zu müssen. Er ist als Trainer nicht qualifiziert", sagte der aufgebrachte Motoaki Inukai, Präsident des japanischen Fußball-Verbandes. Grund für die Aufregung: Der frühere Freiburger Bundesligatrainer hatte am vergangenen Samstag seinen Spieler Sergio Escudero nach dem 1:2 gegen Hiroshima heftig dafür kritisiert, dass er sich nach einem Körperkontakt im Strafraum nicht hatte fallen lassen, um einen Elfmeter rauszuholen.

"Das ärgert mich am meisten. Er wird gefoult und lässt sich nicht fallen. Ich werde ihm eine Fair-Play-Medaille überreichen", hatte der 61-Jährige erklärt. Für JFA-Präsident Inukai ein in Japan nicht zu respektierendes Verhalten. "Es ist hoffnungslos. Ich kann immer noch nicht glauben, dass er das gesagt hat. Er sollte Spielern mehr beibringen, als sich einfach nur im Strafraum fallen zu lassen", sagte Inukai.

Möglicherweise hat sich das Problem in Nippon allerdings bald von selbst gelöst. Finke hat kaum noch eine Zukunft beim Meister von 2006 und asiatischen Champions-League-Sieger von 2007. Nach sechs Niederlagen in Folge hat Urawa bereits 16 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.

sid

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