Wirtschaft

Doughty zieht sich zurückATU voll in KKR-Hand

22.02.2010, 16:55 Uhr

Neue Entwicklung bei der Werkstattkette Auto-Teile Unger (ATU): Das Unternehmen gehört nun ganz dem Finanzinvestor KKR. ATU hat in den vergangenen Jahren 1500 Arbeitsplätze an den 600 deutschen Standorten abgebaut.

1
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Werkstattkette Auto-Teile Unger (ATU) gehört nun ganz dem Finanzinvestor KKR. Der britische Co-Investor Doughty Hanson hat seinen Anteil von 18,5 Prozent an die Amerikaner verkauft.

ATU war die letzte Beteiligung von Doughty Hanson in Deutschland. Der Minderheitsanteil habe nicht mehr in die Strategie gepasst, hieß es in Unternehmenskreisen. Zu den Modalitäten der Transaktion äußerte sich Doughty Hanson nicht.

ATU hat schwierige Jahre hinter sich. In drei Sparwellen waren 1500 Arbeitsplätze an den 600 Standorten in Deutschland abgebaut worden. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um einen einstelligen Prozentsatz zurückgegangen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete. Die Abwrackprämie hatte viele Reparaturwerkstätten belastet. 2008 hatte der Umsatz bei 1,29 Milliarden Euro gelegen.

ATU hatte von 2002 bis 2004 Doughty Hanson gehört. Kurz nach dem Verkauf an KKR für 1,45 Milliarden Euro waren die Briten als "Beifahrer" wieder eingestiegen. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Investoren anteilig eine Kapitalspritze von 140 Millionen Euro gestemmt, die die Kreditgeber gefordert hatten.

Quelle: wne/rts