Wirtschaft

Reichlich Dünger in der BilanzK+S erntet sattes Grün

10.03.2011, 09:53 Uhr
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Kali für den Acker, Salz für die Straße. (Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem kalten Winter und dank der rapide wachsenden Nachfrage an den Welt-Agrarmärkten tragen die Geschäfte des deutschen Düngemittel- und Salzproduzenten K+S reiche Früchte. Umsatz und Gewinn stehen voll im Saft. K+S wappnet sich gegen Übernahmen.

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Dünger kann den Ertrag steigern: Die Bewegungen am Weltmarkt spiegeln sich in der Bilanz wider. (Foto: picture alliance / dpa)

Der starke Preisauftrieb an den Weltagrarmärkten eröffnet dem Salz- und Düngemittelkonzern K+S glänzende Perspektiven: Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen seinen Betriebsgewinn mit 727 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Auch im laufenden Jahr rechnet der Dax-Konzern mit deutlichen Zuwächsen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch 2011 ein gutes Jahr für die K+S-Gruppe wird", sagte Firmenchef Norbert Steiner. "Die weltweite Düngemittelnachfrage dürfte weiter steigen."

Die Preise für Weizen, Mais und viele andere Agrarprodukte sind zuletzt kräftig nach oben geschossen - unter anderem wegen einer höheren Nachfrage aus Schwellenländern und der gestiegenen Produktion von Biotreibstoff. Landwirte haben deshalb derzeit einen hohen Anreiz, mit Düngemitteln auf einer größtmöglichen Anbaufläche ihre Ernten zu steigern.

Vor diesem Hintergrund schraubte der Kasseler Konzern nun wegen der "sich zum Jahresende und im Verlauf des ersten Quartals 2011 abzeichnenden positiven Nachfrage- und Preistendenzen" seine Wachstumsprognose nach oben und rechnet nun mit einem spürbaren Umsatzanstieg 2011. Bisher hatte K+S nur einen moderaten Erlösanstieg in Aussicht gestellt. Betriebsgewinn und Überschuss sollen 2011 deutlich zulegen.

K+S macht so viel Umsatz wie zuvor

2010 sorgte bei K+S auch das Salzgeschäft für zusätzlichen Vortrieb. In den frostigen Wintermonaten rissen die Kunden dem Konzern die Streusalz-Packungen förmlich aus der Hand, zudem nahm K+S den 2009 übernommenen US-Konzern Morton Salt erstmals voll in die Bilanz. Auf Konzernebene kletterte der Umsatz um 40 Prozent auf den neuen Rekordwert von 4,994 Mrd. Euro, womit K+S ebenso wie beim Betriebsgewinn die Erwartungen der Analysten übertraf.

Der Gewinn schnellte auf 448,6 Mio. Euro nach 96,4 Mio. im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern, dass der Umsatz "spürbar höher" und das Ergebnis "deutlich steigend" ausfallen wird.

Von der guten Geschäftslage werden auch die K+S-Aktionäre profitieren: Sie sollen eine Dividende von 100 Cent je Aktie erhalten nach 20 Cent für das Krisenjahr 2009 - Analysten hatten für 2010 lediglich mit 88 Cent gerechnet.

Neuer Schutz vor Übernahmen

Zudem sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung grünes Licht für die Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien geben. Namensaktien gelten als Schutzinstrument gegen unerwünschte Übernahmen, weil sie das Anschleichen von Unternehmen erschweren.

K+S gilt seit längerem als potenzielles Übernahmeziel - auch, weil Minenriesen wie und in den Düngemittelmarkt drängen, um ihr Angebot zu verbreitern.

Quelle: dpa/rts