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Wirtschaft

Mittwoch, 19. Mai 2010

Verdacht auf Absprachen: Kartellamt durchsucht TV-Sender

Bei den Senderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL klopfen die Kartellwächter an.

Bei den Senderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL klopfen die Kartellwächter an.

Das Bundeskartellamt hat Räume der TV- Konzerne ProSiebenSat.1 in München und RTL in Köln durchsucht. Beide Unternehmen bestätigten die Aktionen. "Heute Morgen wurden Büros von RTL durch Beamte des Bundeskartellamts durchsucht", teilte ein Sprecher der Mediengruppe RTL Deutschland mit. "Das Amt ermittelt seit längerem zum Thema der Programmverbreitung. Darüber hinaus kommentieren wir das laufende Verfahren nicht." Auch von ProSiebenSat.1 Media hieß es, dass Büroräume durchsucht wurden.

Nach Angaben des Kartellamts besteht der Verdacht, dass die Sender sich abgespochen hätten, die grundsätzlich kostenfreien TV-Programme bei der digitalen Ausstrahlung künftig gemeinsam verschlüsselt zu senden. Für den Empfang der Sender müssten Zuschauer dann ein zusätzliches Entgelt zahlen. Darüber hinaus werfen die Wettbewerbshüter den Sendern vor, durch technische Maßnahmen wie Anti-Werbeblocker und Kopierschutzfunktionen die Nutzungsmöglichkeiten der Programmsignale zu beschränken.

Der Nachrichtensender n-tv gehört ebenfalls zur Mediengruppe RTL.

nne/DJ

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