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Wirtschaft

Freitag, 15. Januar 2010

So stark wie zuletzt 1986: Preisverfall im Großhandel

Händler und Währungshüter machen höchst bedenkliche Gesichter: Mit gerunzelter Stirn blicken sie auf ihre Daten aus dem abgelaufenen Jahr. Im Durchschnitt liegen die Großhandelspreise weit unter dem Niveau des Vorjahres.
Statistischer Effekt: Im Vergleich zu den Spitzen aus dem Vorjahr fallen die Preise für Rohstoffe 2009 niedriger aus.

Statistischer Effekt: Im Vergleich zu den Spitzen aus dem Vorjahr fallen die Preise für Rohstoffe 2009 niedriger aus.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im deutschen Großhandel sind die Preise 2009 so stark gefallen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Sie sanken um durchschnittlich 7,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Einen ähnlich starken Rückgang hat es letztmalig 1986 mit 7,4 Prozent gegeben", hieß es. Grund war der Preisverfall bei Energieprodukten, Nahrungsmitteln und Metallen.

Am Jahresende zogen die Preise wieder leicht an. Im Dezember lagen sie um 0,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Großhandelspreise gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung, weil Einzelhandel und andere Abnehmer die Preisveränderungen teilweise an die Verbraucher weiterreichen. Die Verbraucherpreise waren 2009 mit 0,4 Prozent so langsam gestiegen wie seit 1987 nicht mehr. Für dieses Jahr wird mit einer Teuerungsrate von etwa einem Prozent gerechnet.

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