Wirtschaft

Quartalsbilanzen werden besserSalzgitter denkt positiv

12.08.2010, 08:09 Uhr

Die anziehende Nachfrage hilft auch Salzgitter. Der Stahlkonzern ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und blickt nun optimistischer auf das Gesamtjahr. Vor Steuern seien schwarze Zahlen drin, so der MDax-Konzern. Aber es gibt auch Risiken.

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Salzgitter vor heißem Herbst: Im Gesamtjahr lockt ein Vorsteuergewinn. (Foto: REUTERS)

Der Stahlkonzern Salzgitter ist dank der Belebung der Nachfrage im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Doch das Defizit aus dem ersten Quartal war zu hoch, so dass der Konzern im ersten Halbjahr in der Verlustzone blieb. Den Ausblick formulierte Salzgitter etwas optimistischer. Der Umsatz sank in den ersten sechs Monaten 2010 auf 4,03 Mrd. Euro von 4,13 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, wie Salzgitter mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf minus 5,1 (minus 195,2) Mio. Euro. Nach Steuern konnte der Verlust auf 3,5 Mio. Euro von 165,0 Mio. Euro reduziert werden. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie sich auf minus 0,11 (minus 3,07) Euro.

Zur Verbesserung trug wesentlich das zweite Quartal bei, in dem der Umsatz auf 2,1 Mrd. von 1,9 Mrd. Euro kletterte und Salzgitter einen Bilanzgewinn von 9,8 Mio. Euro auswies. Im Vorjahresquartal hatte hier noch ein verbesserte Verlust von 90,9 Mio. Euro gestanden.

Erwartungen verfehlt

Mit Umsatz und Ergebnis vor Steuern lag der MDax-Konzern im Halbjahr leicht unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Mittel Erlöse von 4,08 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von minus 2,3 Mio. Euro erwartet. Beim Ergebnis nach Steuern lag Salzgitter hingegen über den Prognosen der Analysten, die hier mit minus 4,6 Mio. Euro gerechnet hatten.

Vorsteuergewinn 2010 möglich

Die Prognose formulierte Salzgitter etwas optimistischer. Unter Abwägung aller zurzeit erkennbaren Risiken und Potenziale halte der Konzern ein Vorsteuerergebnis oberhalb von Breakeven für erreichbar. Im Mai hatte Salzgitter erklärt, sie halte ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis für erreichbar. Wegen der starken Kosten- und Preisschwankungen für Rohstoffe verzichtet Salzgitter jedoch weiterhin auf einen quantifizierten Ausblick.

Quelle: DJ