Kraftfutter für BörsenbullenStarkes Quartal für IBM
Die Konjunkturerholung schlägt sich bei IBM in den Auftragsbüchern nieder. Im ersten Quartal übertrifft der US-Konzern mit Zuwächse bei Gewinn und Umsatz alle Erwartungen. Der weltgrößte IT-Dienstleister hebt seine Jahresprognose an.
Der US-Konzern IBM blickt auf ein erfreulich lebendiges Quartal zurück. Die Firmenkunden seien wieder zunehmend bereit, mehr Geld für Software und IT-Beratung auszugeben, teilte IBM am Montagabend nach Börsenschluss in den USA mit. In den ersten drei Monaten stieg der Gewinn zum Vorjahr um 13 Prozent auf 2,6 Mrd. Dollar. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 22,9 Mrd. Dollar zu. Mit beiden Zahlen übertraf IBM die Markterwartungen.
Auch mit seinem optimistischeren Ausblick überraschte das Technologieschwergewicht die Branchenexperten, von denen die meisten so früh im Jahr nicht mit einer Anhebung der Prognose gerechnet hatten. IBM peilt für 2010 nun einen Gewinn von mindestens 11,20 Dollar je Aktie an. Zuvor hatte das Unternehmen einen Gewinn von mindestens elf Dollar in Aussicht gestellt. Analysten hatten mit einem Jahresgewinn von 11,12 Dollar je Aktie kalkuliert.
Der Kunde kommt zurück
IBM-Finanzchef Mark Loughridge machte bei den Kunden eine wachsende Bereitschaft aus, langfristig in neue Technologie zu investieren. Es sei ein Wandel zu erkennen, nachdem sich die Kunden als Folge der Finanzkrise zuletzt noch mehr auf kurzfristige Sparmaßnahmen konzentriert hätten, sagte er.
Damit reiht sich das Unternehmen aus Armonk im Bundesstaat New York in den Optimismus der Technologieriesen ein, die in der noch jungen Berichtssaison bislang ihre Quartalsergebnisse vorgelegt haben. Dennoch verlor die IBM-Aktie nachbörslich. Experten führten dies vornehmlich auf Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Kursanstieg in den vergangenen Wochen zurück.
"Die Anleger hätten mit guten Ergebnissen gerechnet. Daher dürfte sie kurzfristig Kasse gemacht haben", sagte Analyst Andy Mieder von Edward Jones. Die Zahlen seien insgesamt aber gut. "Zuversicht so früh im Jahr ist erfreulich." Analyst Peter Misek von Canaccord Adams sagte, wichtig sei, dass die Geschäfte mit Software und IT-Beratung weiter zulegen konnten. "Im Großen und Ganzen war es ein solider Geschäftsbericht. Es war kein Knüller oder Kantersieg, aber es war solide", sagte er.