Donnerstag, 11. März 2010
Schwere Diesel-Aggregate: Tiefe Brüche bei Tognum
Die weltweite Konjunkturflaute beschert dem deutschen Motorenbauer Tognum herbe Einbußen. Der Umsatz bricht beinahe um ein Fünftel ein. Das Vorsteuerergebnis reduziert sich um die Hälfte. Die Dividende soll folgen.
Tognum-Produkte arbeiten in Panzern, Schiffen, Loks und Landmaschinen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Motorenbauer Tognum hat 2009 aufgrund der weltweiten Konjunkturflaute herbe Einbußen bei Umsatz und Gewinn erlitten. Der Umsatz sei um 19 Prozent auf 2,52 Mrd. Euro geschrumpft, teilte das Unternehmen mit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 51 Prozent auf 199 Mio. Euro ein. Das bereinigte Konzernergebnis schrumpfte von 264 Mio. im Vorjahr auf 121 Mio. Euro.
Damit schloss Tognum beim Ergebnis etwas besser ab als von Experten erwartet. Am Markt war mit einem EBIT von 179 Mio. Euro und einem Überschuss von 99 Mio. Euro gerechnet worden. Der Auftragseingang ging um 28 Prozent auf 2,33 Mrd. Euro zurück. Den Aktionären schlägt das Management für 2009 eine Halbierung der Dividende auf 0,35 (0,70) Euro je Aktie vor.
Für 2010 rechnet Tognum mit einem Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. Euro. Für die angestrebte bereinigte Umsatzrendite gibt das Unternehmen trotz erhöhter Investitionen und Vorleistungen in Zukunftsprojekte eine Spanne zwischen sechs und neun Prozent an.
Der aus MTU Friedrichshafen hervorgegangene Konzern baut seit 100 Jahren schnelllaufende Dieselmotoren für Panzer, Schiffe, Landmaschinen und Schienenfahrzeuge und konkurriert unter anderem mit MAN.
rts
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