Wirtschaft
Bei Investoren und Anlegern will Twitter 1,6 Milliarden Dollar einsammeln.
Bei Investoren und Anlegern will Twitter 1,6 Milliarden Dollar einsammeln.(Foto: AP)

80,5 Millionen Aktien: Twitter mit elf Milliarden Dollar bewertet

Der mit Spannung erwartete Börsengang des Kurznachrichtendienstes rückt näher. Nun hat das Unternehmen die Preisspanne für die Papiere festgelegt. Insgesamt sollen 1,6 Milliarden Dollar eingesammelt werden.

Twitter hat die Preisspanne für den mit Spannung erwarteten Börsengang festgelegt. Dabei wird der Kurznachrichtendienst mit bis zu 11,1 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Unternehmen will 80,5 Millionen Aktien in einer Spanne von 17 bis 20 Dollar je Anteil verkaufen. Der offiziellen Eingabe zufolge würde Twitter mit 20 Dollar insgesamt 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,16 Milliarden Euro) erlösen.

Da die Preisspanne festgelegt ist, kann das Unternehmen bei Geldgebern auf Werbetour gehen. Zunächst dürfte sich Twitter mit Vertretern von Investmentbanken, danach mit Investoren treffen. Den endgültigen Preis könnte Twitter dann am 6. November bekannt geben, hieß es von Informanten. Ab 7. November dürfte Twitter dann an der New York Stock Exchange notiert sein.

Tiefrote Zahlen

Anfang September hatte sich das Unternehmen selbst eine Bewertung von 9,7 Milliarden Dollar gegeben. Das Unternehmen will 70 Millionen Anteilsscheine platzieren plus eine sogenannte Mehrzuteilungsoption von 10,5 Millionen Aktien, wenn die Nachfrage entsprechend stark ist.

Der Börsengang des Kurznachrichtendienstes zählt zu den meistbeachteten Finanzereignissen des Jahres. Twitters Gang aufs Parkett wird im Umfang aber wesentlich kleiner sein als das 16-Milliarden-Dollar-Spektakel von Facebook im vergangenen Jahr. Das liegt auch daran, dass Twitter eine wesentlich kleinere Firma ist.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 422 Millionen Dollar (312 Millionen Euro) - mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2012. Unter dem Strich stand bei Twitter von Januar bis September 2013 aber ein Verlust von 134  Millionen Dollar.

Als führende Konsortialbank wird früheren Meldungen zufolge bei dem Börsengang Goldman Sachs agieren, gefolgt von Morgan Stanley und JP Morgan Chase. Auch die Bank of America, Merrill Lynch und die Deutsche Bank spielen eine Rolle, außerdem Allen & Co und CODE Advisors.

Größter Anteilseigner ist der Investor Rizvi Traverse mit 17,9 Prozent. Es folgen Mitgründer Evan Williams mit 12 Prozent und die Bank JP Morgan Chase mit 10,3 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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