Wirtschaft
Wirtschaftsweise Isabel Schnabel
Wirtschaftsweise Isabel Schnabel(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)
Sonntag, 25. Juni 2017

Die nächste Krise kommt bestimmt: Wirtschaftsweise warnt vor US-Autoblase

Im April 2007 bringt die Immobilienkrise in den USA die Finanzwelt an den Abgrund. Zehn Jahre später sind es nicht die Häuser-, sondern die Autokredite, die Finanzökonomen alarmieren. Denn die wenigsten in den USA kaufen ihr Auto mit Erspartem.

Die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel warnt vor einer weiteren Finanzkrise. "Die Situation der Automobilkredite in den Vereinigten Staaten ist bedenklich und erinnert auf vielfache Weise an die Subprime-Immobilienkrise", sagte die Wirtschaftswissenschaftlerin laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung".

"Die Autokredite weisen in den Vereinigten Staaten seit Jahren ein rasantes Wachstum auf", sagte sie. Gleichzeitig seien die Kreditstandards immer mehr gesenkt worden, die Banken seien wegen der Geldschwemme immer freizügiger geworden.

"So wurden Kredite gegeben, deren Betrag nahezu dem Wert des Neuwagens entsprach", sagte sie. Inzwischen stiegen die Kreditausfälle, und die Preise für Gebrauchtwagen fielen. "Dies dürfte sich verschärfen, wenn immer mehr Schuldner ihre Autos verkaufen müssen", warnt sie, und ergänzt: "Die Verschuldung der amerikanischen Haushalte ist inzwischen höher als 2008."

Weil Verbriefungen eine große Rolle spielten, könnte sich nun die Subprime-Krise bei Immobilien als Subprime-Krise bei Autos zu wiederholen. Ganz vorne dabei sei "Santander Consumer USA", eine Tochter der spanischen Santander.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen