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Zumindest eine Seite der Autobahnbrücke ist nach dem Brand nicht mehr tragfähig.
Zumindest eine Seite der Autobahnbrücke ist nach dem Brand nicht mehr tragfähig.(Foto: dpa)
Dienstag, 14. Februar 2012

Brücke nach Massencrash unbrauchbar: A 57 bleibt wochenlang dicht

Ein Unbekannter zündet Plastikrohre unter einer Autobahnbrücke an. In dem dichten Qualm stoßen zahlreiche Autos ineinander. Die Bilanz ist ein Toter und mehrere Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte. Die Brücke über die linksrheinische Pendlerstrecke muss abgetragen und neu gebaut werden. Als Übergangslösung soll eine Behelfsbrücke her.

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Ein Feuer an der Autobahn 57 zwischen Köln und Düsseldorf hat eine Massenkarambolage ausgelöst und eine Autobahnbrücke so schwer beschädigt, dass die vielbefahrene Strecke wochenlang gesperrt bleiben muss. Ein Teil der Brücke muss nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau NRW abgerissen werden. Bei dem Unfall durch das von Unbekannten verursachte Feuer starb ein 29-jähriger Autofahrer.

Ausgelöst wurde der Massencrash durch den Rauch brennender Plastikrohre unter der Autobahnbrücke, die über einen Feldweg führt. In dem dichten Qualm fuhren auf der Brücke sechs Lastwagen und 15 Personenautos ineinander, wie die Düsseldorfer Polizei mitteilte. Der 29-Jährige aus dem niederrheinischen Jüchen kam dabei ums Leben, 13 weitere Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Die Brücke droht sogar einzustürzen.
Die Brücke droht sogar einzustürzen.(Foto: dpa)

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung auf. Wie die Plastikrohre in Brand gerieten, war aber zunächst unklar. Durch das Feuer wurde die darüberliegende Brücke so schwer beschädigt, dass nach Einschätzung eines Statikers der Brückenteil in Fahrtrichtung Köln abgetragen und neu gebaut werden muss. Der benachbarte Brückenteil in Fahrtrichtung Düsseldorf kann voraussichtlich abgestützt werden, wie ein Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau in Gelsenkirchen weiter mitteilte.

Behelfsbrücke muss gebaut werden

Die Sperrung der A 57 zwischen der Anschlussstelle Dormagen und dem Autobahnkreuz Neuss-Süd werde möglicherweise Wochen dauern, sagte der Sprecher. Es müsse eine Behelfsbrücke gebaut werden, über die zunächst der Verkehr fließen soll. Die eigentlichen Reparaturarbeiten an der rund 100 Meter langen Brücke dürften insgesamt rund eineinhalb Jahre dauern. Der Sachschaden dürfte in die Millionen gehen.

Über die betroffene Brücke rollen dem Sprecher zufolge täglich rund 70.000 Autos. Im Bereich der Großstädte Düsseldorf und Köln wird die A 57 täglich sogar von bis zu 100.000 Verkehrsteilnehmern benutzt. Die linksrheinische Autobahn gilt als eine der Hauptrouten für Berufspendler im Rheinland.

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Quelle: n-tv.de