Panorama

Rückforderung von Kulturgütern Listen werden erstellt

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Der Streit um eine Rückgabe der Nofretete-Büste dauert bereits seit mehr als 80 Jahren an.

(Foto: picture alliance / dpa)

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Hawass fordert Kulturgüter zurück, die seines Erachtens unrechtmäßig außer Landes gebracht wurden.

(Foto: REUTERS)

Vertreter von 21 Ländern haben in Kairo über das Vorgehen bei Rückforderungen antiker Schätze beraten. "Wie müssen miteinander kooperieren, wir brauchen eine Vereinheitlichung zwischen unseren Ländern", sagte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Sahi Hawass. "Jedes Land kämpft allein, jedes Land leidet allein, speziell Ägypten", sagte er. An der zweitägigen Konferenz nehmen Staaten teil, die wie Ägypten versuchen, in der ganzen Welt verstreute Kulturgüter zurückzubekommen.

Hawass forderte die Delegierten auf, Listen ihrer Kunstschätze zu erstellen, die sich in Museen anderer Länder befänden. Zudem will die Konferenz Empfehlungen für die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und eine Änderung von deren Konvention zur Rückgabe von antiken Objekten erarbeiten.

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Teile des Skulpturenschmuckes von Bauten der Akropolis von Athen befinden sich heute im British Museum in London.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Seit 2002 bemüht sich Ägypten verstärkt um die Rückgabe seiner Kulturgüter, die im Laufe der Jahrhunderte über die ganze Welt verstreut wurden. Unter anderem Großbritannien ist im Besitz einiger der wertvollsten alt-ägyptischen Kunstschätze, darunter der Stein von Rosette, dessen Inschriften bei der Entzifferung der geheimnisvollen ägyptischen Hieroglyphen geholfen hat. Kairo verlangt auch die in Berlin ausgestellte Nofretete zurück. Anfang März hatte Ägypten von Großbritannien eine umfangreiche Sammlung von 25.000 antiken Kulturschätzen zurückerhalten.

Griechenland befindet sich in einem 30-jährigen Streit um die Elgin Marbles, das sind Teile des Skulpturenschmucks der Akropolis. An der Konferenz nahmen unter anderem Vertreter aus China, Griechenland, Indien, Italien, dem Irak, Mexiko, Syrien und den Vereinigten Staaten teil.

Quelle: ntv.de, AFP

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